Fraueninsel – Die Regattasaison auf der Fraueninsel startete mit der Deutschen Bestenermittlung der Klasse Asso 99, jeweils mit sechs Mann Besatzung gesegelt. Als zweite Bootsklasse waren die Joker am Start. Beides sind Schiffe, die ihren Schwerpunkt früher am Gardasee hatten, auch dort gebaut wurden und bekannt sind für Mannschaftssport und hohes Geschwindigkeitspotenzial bei Wind. Insgesamt waren rund 85 Segler und Seglerinnen am Start, darunter ehemalige Olympiateilnehmer, Welt- und Europameister in verschiedenen Klassen und aktive Bundesligasegler. Auch eine reine Frauenmannschaft sowie eine Mannschaft aus der Schweiz fanden den Weg an den Chiemsee. Bei den Asso 99 hatten elf Schiffe gemeldet, bei den Jokern waren es nur drei Meldungen.
Bei der Steuermannsbesprechung zum ersten Start zeichnete sich ab, dass der Wind noch auf sich warten lassen würde. Der Wettfahrtleiter ließ das Regattafeld dann bei leichtem Südwind sofort auslaufen, da der Wind jedoch immer schwächer wurde, musste die erste Wettfahrt nach der ersten Runde abgebrochen werden.
Am zweiten Wettfahrttag zeichnete sich schon bald ein leichter, aber stabiler Wind aus Ost ab, sodass Wettfahrtleiter Hannes Niggl vom WVF die Schiffe auslaufen ließ. So konnten am zweiten Wettfahrttag dann drei Regatten gesegelt werden, wobei die Reihenfolge der Zieleinläufe bei den einzelnen Regatten stark durcheinander gewürfelt wurde. Die erste Wettfahrt gewann Prinz Luitpold von Bayern vom Bayerischen Yacht-Club, die zweite Wettfahrt dann Hans-Jürgen Koch mit Familiencrew vom Wasserport-Verein Fraueninsel und die dritte Wettfahrt Christoph Müller vom Chiemsee Yacht-Club. Müller, Asso-99-Europameister, der mit einem Teil der Bundesliga-Mannschaft vom CYC antrat, hatte dann auch die Gesamtführung nach dem zweiten Wettfahrttag inne.
Zum Abschluss wurden bei leichtem Ostwind zwei weitere Wettfahrten gesegelt. Eine dritte Wettfahrt war wegen Überschreitung des Zeitlimits nicht mehr möglich. Die vierte Wettfahrt gewann Kai Krause vom VSaC und die letzte Wettfahrt erneut Prinz Luitpold von Bayern. Der ehemalige Olympiateilnehmer und mehrfache deutsche Meister konnte damit auch die Gesamtwertung bei der diesjährigen Deutschen Bestenermittlung ersegeln und somit auch den von ihm gestifteten Wanderpreis von der Porzellanfabrik Nymphenburg mit nach Hause nehmen. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Christoph Müller vor Hans-Jürgen Koch, die Damen-Mannschaft belegte den fünften Platz.
Bei den Jokern ging der Sieg an die Mannschaft von Sebastian Seeberger vom SRV vor Robert Kolbinger, ebenfalls SRV.re