Rosenheim/Traunstein – Die siebte Saison in der Fußball-Landesliga Südost seit der weitgreifenden Ligareform 2012 ist abgeschlossen. Nach 306 Partien ist der TSV 1880 Wasserburg, der mit dem erstmaligen Aufstieg in die Bayernliga den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern konnte, Meister. Vizemeister wurde der FC Deisenhofen, der in der Relegation nachzog. Auch für Deisenhofen ist es der erstmalige Bayernliga-Aufstieg. Direkt absteigen musste nur der TSV Neuried, der abgeschlagen Letzter wurde. Über die Relegation mussten zudem die beiden Aufsteiger FC Moosinning und ASCK Simbach/Inn sowie die TuS 1860 Pfarrkirchen runter. Damit erwischte es zwei von vier niederbayerischen Vereinen.
Zwei Spieler haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt und die 34 Spiele komplett absolviert. Dauerbrenner waren Christoph Börtschök vom Sportbund Rosenheim und Christopher Obermeier vom Absteiger Pfarrkirchen. Zehn weitere Kicker wurden auch 34-mal eingesetzt, kamen aber nicht auf die volle Anzahl von 3060 Spielminuten.
30 Trainer standen in der Saison 2018/19 an der Seitenlinie. Jeweils drei Trainer benötigten der VfB Hallbergmoos (Michael Schütz, Anselm Küchle, Gediminas Sugzda), Absteiger TSV Neuried (Marco Gühl, Davide Taurino und Christopher Utz), der FC Moosinning (Xhevat Muriqi, Rupert Lanzinger und Helmut Luksch) und der Sportbund Rosenheim (Klaus Seidel, Rudi Schlosser und Walter Werner). Zwei Chefanweiser gab es beim SB Chiemgau Traunstein mit Miroslav Polak und Yunus Karayün und bei der SpVgg Landshut mit Peter Gaydarov und Johannes Viehbeck.
982 Tore wurden erzielt, im Schnitt 3,21 pro Partie (Vorjahr 3,38), was einen leichten Rückgang bedeutet. Die meisten Tore erzielten der TSV Wasserburg und der VfB Hallbergmoos mit je 74, nur ein Tor weniger markierten der FC Deisenhofen und die SpVgg Landshut. Die wenigsten Treffer mit 27 erzielte Schlusslicht TSV Neuried, der mit 91 Gegentoren auch die Schießbude der Liga war. 88 Gegentreffer kassierte der ASCK Simbach. Die beste Abwehr hatte mit nur 29 Gegentreffern Meister Wasserburg.
55 236 Zuschauer kamen in die 18 Stadien, ein Schnitt von 181 Fans pro Spiel. Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen im Schnitt 197 Besucher pro Partie. Zuschauerkrösus ist Meister TSV 1880 Wasserburg mit einem Schnitt von 369 Besuchern. Es folgen auf den weiteren Plätzen Traunstein (342), Erlbach (283), Töging (271) und Hallbergmoos (226). Am Ende dieser Statistik stehen Rosenheim (113), Neuried (111), Karlsfeld (93) und Grünwald (78).
35 rote Karten gab es (Vorjahr 36) und 47-mal Gelb-Rot (Vorjahr 62). Gänzlich ohne Hinausstellung blieb kein Klub. Der Meister aus Wasserburg, Landshut und Hallbergmoos blieben ohne rote Karte. Ohne Gelb-Rot kam nur der TSV Kastl über die Runden. Grünwald und Karlsfeld sind mit je fünf roten Karten negative Spitze, es folgt Erlbach (4). Bei den gelb-roten Entscheidungen ist auch Karlsfeld mit sechs Ampelkarten Schlusslicht. Simbach und Traunstein waren mit je fünfmal Gelb-Rot dabei. Die Fairness-Tabelle führt Wasserburg mit 48 Punkten an. Die Innstädter sind damit auch das fairste aller 88 Landesligisten bayernweit. Deutlich Letzter ist Karlsfeld mit 111 Punkten.
Zwei Tabellenführer gab es in der Saison 2018/19. Insgesamt 29-mal stand der Meister TSV 1880 Wasserburg ganz oben. An den anderen fünf Spieltagen war der SC Eintracht Freising Leader. Wasserburg gab Platz eins ab dem 13. Spieltag nicht mehr ab. Die „Löwen“ aus der Innstadt führen auch die Heimtabelle mit 46 von 51 möglichen Punkten an. Auch in der Fremde war Wasserburg das beste Team und holte 34 Zähler. Der TSV Neuried war auswärts ein reiner Punktelieferant – null Zähler standen hier am Ende.
Torschützenliste
34 Tore: Andreas Hohlenburger (SE Freising).
29 Tore: Christian Brandl (SpVgg Landshut).
25 Tore: Alexander Rojek (TSV Grünwald).
24 Tore: Benjamin Held (VfB Hallbergmoos).
19 Tore: Leonhard Thiel (TSV Kastl).
17 Tore: Fabian Diranko (VfB Hallbergmoos).
15 Tore: Michael Bachhuber (FC Deisenhofen), Dominik Grothe, Sebastian Spinner (beide TSV Kastl), Sebastian Hager (SV Erlbach).
14 Tore: Dominik Haas (TSV Wasserburg).
13 Tore: Matthias Haas (TSV Wasserburg), Daniel Kobl (SB/DJK Rosenheim).