Bei der Besetzung der zweiten Kontingentstelle ist den Verantwortlichen des Eishockey-Bayernligisten EHC Waldkraiburg ein echter Coup gelungen. Mit Josef Straka wechselt ein ehemaliger tschechischer Nationalspieler und KHL-Profi, mit einer Erfahrung aus 1293 Spielen, in die Industriestadt. Trotz seiner über 40 Lenze bewies er in der vergangenen Saison, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, und wurde zweitbester Scorer in der Bayernliga.
Straka durchlief die Talentschmiede in Litvinov und stand regelmäßig im tschechischen Nationalteam der U18 und U20. Mit 17 gelang ihm der Sprung in die Erstliga-Mannschaft, nur ein Jahr später wurde er von den Calgary Flames gedraftet. Nach elf Jahren in der höchsten tschechischen Liga und einem kurzen Abstecher in die EBEL sorgte er in Finnland für Furore, denn für Lukko Rauma erzielte er 63 Punkte in 59 Spielen. In der Saison darauf wechselte er zu Severstal Cherepovets in die erste russische Liga, aus der 2008 die KHL entstand. 313 Mal stand er in der zweitstärksten Liga der Welt auf dem Eis und erreichte 187 Scorerpunkte (91 Tore und 96 Vorlagen). 2013 kehrte er dann noch einmal zu seinem Ex-Club nach Finnland zurück, spielte dann noch für Pilsen und Chomutov in der ersten tschechischen Liga und zwei Jahre in der zweiten Liga als Kapitän von Budweis. 2016 lockte ihn Gröden in die Alpenliga 2017/18 spielte er für Weiden in der Oberliga und erzielte dort 29 Tore und 42 Vorlagen. In der letzten Saison erzielte der 59-fache Nationalspieler 78 Scorerpunkte für Bayernliga-Aufsteiger Schweinfurtgüm.