„Egal wie es steht – die geben nie auf“

von Redaktion

Interview Linnemann lobt seine Routiniers

Söllhuben – Am Ende einer langen Saison war Matthias Linnemann ausgepumpt, aber glücklich. Mit dem SV Söllhuben hat der Spielertrainer die Rückkehr in die Fußball-Kreisliga geschafft. Der frühere Top-Spieler von 1860 Rosenheim, dem FC Ismaning und dem FC Kufstein ist seit fünf Jahren als Aktivcoach in Söllhuben – und führte eine erfahrene Truppe wieder nach oben. Im Interview spricht der 38-jährige Linnemann über die Aufstiegssaison, seine routinierten Spieler und die Trainerkollegen der Konkurrenz.

Wie bewerten Sie die Spielzeit 2018/19?

Für uns war die Saison durchweg positiv. Wir haben nur zwei Spiele verloren. Eigentlich waren wir selbst schuld, dass wir die Meisterschaft verpasst haben, das 1:1 gegen Nußdorf zwischendurch war äußerst unnötig. Aber wir haben dann die letzten fünf Spiele in der Saison gewonnen. Am Ende hat es dann aber auch gepasst.

Sie haben eine erfahrene Truppe. Wie ist es Ihnen gelungen, die Routiniers für diesen langen Titelkampf zu motivieren?

Ich bin jetzt fünf Jahre dort – und hatte nie das Gefühl, dass sie auslassen. Sie wollen alle, kämpfen immer. Und es gibt im Landkreis nicht so viele routinierte Spieler, die so mithalten können. Und wenn du aufsteigen kannst, dann nimmst du das auch mit. Da ist der Ehrgeiz bei allen groß. Aber: Wir haben auch junge Spieler im Team, die wollen lernen und lassen sich etwas sagen. Die Mischung ist ganz gut.

Was waren die Highlights der Saison und gab es auch Tiefpunkte?

Tiefpunkte gab es eigentlich gar nicht. Highlights waren sicherlich die Siege mit 3:0 in Pang und 4:0 in Flintsbach. Und das Spiel gegen Feldkirchen, als wir 0:3 hinten lagen, dann aber noch mit 4:3 gewonnen haben. Wie gesagt: Egal, wie es steht – die geben nie auf.

Der Titelkampf war insofern auch kurios, da Pang mit Sepp Heller und Flintsbach mit Werner Wirkner alte Weggefährten von Ihnen als Trainer haben. Standen Sie immer in Kontakt und haben Sie untereinander geflachst?

Wir haben schon miteinander telefoniert und immer wieder geschrieben. In der Vorrunde haben wir uns des Öfteren ausgetauscht. Ab und zu haben wir natürlich auch geflachst, aber die Spiele untereinander waren immer fair. So ist auch unser Verhältnis, das ist mir wichtig.Interview: Neumeier

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