Buchbach – Im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung hat der TSV Buchbach seine sieben Neuzugänge der Öffentlichkeit vorgestellt und mit Simon Motz einen verdienten Spieler verabschiedet, der nach einer schweren Knieverletzung vor zwei Jahren nicht mehr auf Regionalliga-Niveau Fußball spielen kann.
Der 26-jährige Abwehrspieler konnte zwischen 2013 und 2017 74 Regionalligaspiele für die Rot-Weißen bestreiten und hat seit Oktober letzten Jahres an einem Comeback gearbeitet. Zu mehr als einem Einsatz in der Bezirksliga-Mannschaft hat es dann aber trotz zahlloser Rehamaßnahmen und dem Trainingslager in Portugal nicht gereicht, weil das verletzte Knie immer wieder Probleme bereitet hat. „Es ist schade, dass Simon in sportlicher Hinsicht so Abschied nehmen muss, noch bedauerlicher ist aber, dass wir uns von dem Menschen Simon Motz verabschieden müssen, den wir alle sehr schätzen“, sagte Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, der den Charakter des klein gewachsenen Linksfußes sowohl auf, als auch neben dem Platz lobte: „Simon, du warst ein Riese, einer der sich mit großem Ehrgeiz in die Mannschaft gekämpft und immer alles gegeben hat.“ Unter Tränen bedankte sich Motz „für die sechs schönen Jahre“ und erklärte: „Es ist eine große Leistung, was hier aufgebaut wurde.“
Neben den Neuzugängen Maximilian Ahammer (20), Selcuk Cinar (23), Marin Culjak (20), Andi Manhart (20), Marinus Pohl (21), Jonas Wieselsberger (20) und Zwei-Meter-Mann Lukas Winterling (24) präsentierte sich auch der neue Trainer Markus Raupach (42) offiziell den Fans. Der dreifache Familienvater hat seine Trainerlaufbahn in Dingolfing in der U15 begonnen, wechselte dann 2009 in den Herrenbereich zum ASC Simbach, ehe er 2011 die U19 des SV Wacker Burghausen übernahm und nach zwei Jahren von der Bayern- in die Bundesliga führte. Nach fünf Jahren Pause hat den Gymnasiallehrer für Sport und Mathematik die Aufgabe in Buchbach von der ersten Kontaktaufnahme an sehr gereizt und so mussten beide Seiten nicht lange überlegen: „Ich habe Buchbach immer als authentisch wahrgenommen und das hat sich dann auch in den Gesprächen so bestätigt. Ich nehme Buchbach als Regionalligist als etwas Besonderes wahr und werde alles versuchen, dass Buchbach auch in den nächsten Jahren in dieser tollen Liga spielt.“
Angesichts des Umbruchs keine leichte Aufgabe, zumal auch die Rahmenbedingungen zusehends schwieriger werden, wie Abteilungsleiter Günther Grübl in seinem Grußwort erläuterte: „Die Liga wird immer stärker, es ist ein Wahnsinn, dass wir nun schon in das achte Jahr Regionalliga gehen. Aber wir merken schon an den Zuschauerzahlen, dass die Euphorie im Umfeld nachlässt. Und auch bei den Finanzen müssen wir uns gewaltig strecken. Umso mehr ist der Zusammenhalt gefordert.“mb