Edolo/Riva – Vier Siege, dreimal Platz drei und der italienische Meistertitel im Bergfahren – dem Raublinger Team corratec & friends gelang in der finalen Woche im ersten Rennblock eine einmalige Rennwoche. Damit standen die Fahrer des Teams bei 39 Rennen bereits 83-mal am Podium – mit 18 Gesamtsiegen. Michael Spögler eröffnete die Rennwoche beim Kauertaler Gletscherkaiser XXL. Auf 122 Kilometern waren 4000 Höhenmeter zu bezwingen mit dem Ziel am Pitztalgletscher in über 2000 Metern Höhe. Michael Spögler konnte bis 11 Kilometer vor dem Ziel den Vorsprung zweier Ausreißer auf vier Minuten reduzieren und ging nun solo „Risiko“. Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel erreichte er die Ausreißer und setzte sofort eine Attacke. Relativ schnell konnte er sich um einige Sekunden absetzen und den Vorsprung sicher ins Ziel bringen. „Es ist immer etwas Besonderes, direkt am Gletscher über die Ziellinie zu fahren und noch schöner ist es, wenn man dies als Sieger machen darf! Ein Tag, an dem einfach alles geklappt hat“, meinte er.
Bei der Tour Transalp gelangen dem Team corratec & friends 1 mit Frederic Glorieux und Bob Michels nach den Etappenplätzen sechs, sieben, acht, neun und sieben zwei großartige Siege auf den letzten beiden Etappen. Das Team corratec & friends 2 mit Daniel Debertin und Andreas Schmoll fuhr konstant die ersten Etappen in oder nur knapp hinter der Spitze auf die starken Plätze fünf, fünf, sechs und sechs. Auf der sechsten Etappe stürzte Debertin am Ende der letzen Abfahrt ins Ziel schwer. Am Ende gab es Platz sieben in der Gesamtwertung der Kategorie Herren. Das Team corratec & friends 3 mit Isabell & Florian Vogel (Kategorie Mixed Team) belegte den vierten Rang in der Rundfahrtwertung.
Julia Deuerlein sprintete beim Kriterumrennen in der Eliteklasse der Damen auf den dritten Gesamtrang.
Den großartigen Schlusspunkt dieser Rennwoche bildete dann das Rennen von Michael Spögler beim Bergrennen Campionato italiano della Montagna in Edolo. Am Start standen sämtliche italienische Bergspezialisten. Die Strecke hinauf auf den Monte Colmo in der Lombardei ließ taktisch wenig Handlungsspielraum. Auf elf Kilometern galt es, 1000 Höhenmeter zu überwinden – durchgehend mit neun bis zehn Prozent Steigung und kaum Möglichkeiten, sich zu erholen. Bereits 3,5 Kilometer vor dem Ziel entschied sich Spögler, auf Risiko zu gehen – und tatsächlich war nach zwei Minuten eine kleine Lücke da. Der Abstand pendelte sich dann bei etwa zehn bis 15 Sekunden ein, und 500 Meter vor dem Ziel war dann auch klar, dass ihm der Meistertitel nicht mehr zu nehmen ist.re