„Vorangehen und den Klassenerhalt erreichen“

von Redaktion

INTERVIEW 1860-Neuzugang Moritz Moser

Rosenheim – Moritz Moser ist der einzige von neun neuen Spielern beim Fußball-Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim, der Erfahrung in der höchsten bayerischen Amateurklasse vorweisen kann. Der 26-Jährige kann sogar 38 Drittliga-Einsätze verbuchen und spielte in den vergangenen fünf Jahren für Wacker Burghausen und den TSV Buchbach. Mit dem Wechsel zu 1860 Rosenheim hat Moser nun alle drei Inn/Salzach-Clubs der Regionalliga durch. Vor seinem Punktspiel-Debüt für die Sechziger am Sonntag ab 14 Uhr im Rosenheimer Jahnstadion spricht er mit der OVB-Sportredaktion über seine Eindrücke von 1860, seine Rolle dort und den Auftakt gegen Ex-Club Wacker Burghausen.

Was sind Ihre ersten Eindrücke von 1860?

Es ist hier sehr familiär, da bin ich schon positiv überrascht. Und die Mannschaft macht einen guten Eindruck, ich komme hier gut zurecht.

Sie haben schon mehrfach gegen Rosenheim gespielt. Welches Bild haben die Sechziger da abgegeben?

Mit Buchbach war es eine Rivalität, da ist es schon um etwas gegangen. Das sehe ich jetzt natürlich anders. Als Außenstehender kannst du das halt nicht so beurteilen. Mit Burghausen war es etwas anders, da waren die Spiele gegen Rosenheim nicht so besonders.

Sie sind der erfahrene Neuzugang im Team. Was ist Ihre Aufgabe und wie wollen Sie in der jungen Mannschaft agieren?

Es war schon bei den ganzen Vertragsgesprächen klar, dass ich eine Führungsposition einnehmen soll und jungen Spielern helfen kann. Dass sie mich fragen können, aber umgekehrt ich auch auf sie zugehe und ihnen helfe. Man spricht immer von früher und dass man sich durchsetzen musste. Aber die Gesellschaft hat sich verändert und ich denke, da sollte man sich auch anpassen. Viele junge Spieler kommen gar nicht mehr damit zurecht, dass man draufhaut, und deshalb muss man sie unterstützen. Ich sehe meine Führungsrolle aber nicht nur auf die jungen Spieler bezogen, sondern auf das gesamte Team – vorangehen und den Klassenerhalt erreichen, ohne dass man Relegation spielen muss.

Mit Wiggerl Räuber und Pius Krätschmer fehlen wichtige Spieler aus dem Defensivverbund. Wo sehen Sie Ihre Rolle auf dem Platz?

Ich denke, dass ich zunächst hinten zum Einsatz kommen werde – vor allem, solange Matze Heiß noch ausfällt – und da die Abwehr stabilisieren soll. Es freut mich, dass Wiggerl und Pius ihren Weg gefunden haben. Wir müssen mit den Spielern arbeiten, die da sind. Uns stehen gute Spieler zur Verfügung, deswegen können wir das kompensieren.

Das erste Punktspiel im Sechziger-Trikot ist gegen Ihren Ex-Verein Burghausen. Wie gehen Sie dieses Spiel an?

Für mich ist es schon ein besonderes Spiel. Ich kenne noch viele Leute von dort und möchte natürlich auch in Rosenheim zeigen, dass ich nicht einfach so geholt worden bin, sondern die Mannschaft unterstützen kann. Letztes Jahr wurde in einer wichtigen Phase auch gegen Burghausen gewonnen und es wäre schon mein Ziel, mit einem Sieg zu starten.Interview: Neumeier

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