Weißenbrunn – Die Bruckmühler Kunstradfahrerin Ramona Dandl zeigt in ihrem ersten Elite-Jahr bei der bayerischen Meisterschaft in Weißenbrunn bei Bayreuth gleich eine persönliche Bestleistung mit 179,33 von 188,80 Punkten (95 Prozent). Damit landete sie hinter der Vize-Weltmeisterin und Weltmeisterin 2017, Milena Slupina aus Roth, auf Platz zwei. Die zauberte ebenfalls mit 195 (98 Prozent) ausgefahrenen Punkten eine persönliche Bestleistung aufs Parkett. Auf Platz drei landete Vroni Koch aus Hausham mit 171,03 Punkten.
Ramona Dandl hat ihre ohnehin schon beachtliche Schwierigkeit gegenüber letztem Jahr um weitere gut 4,5 Punkte ausgebaut. Mit im Programm ist jetzt der Lenkerhandstand, aktuell in der halben Runde, eine Höchstschwierigkeit im Kunstradsport. Blitzsauber, mit ganz wenig Ausführungsabwertungen, zeigte sie ihre Kür, in dem alle weiteren Höchstschwierigkeiten wie der dreifache Drehsprung und der Mautesprung klappten. Zudem konnte sie alle 30 Übungen in den vorgegeben fünf Minuten sicher zeigen – nicht selbstverständlich, denn die eigentliche Saison ist erst im Herbst. Lediglich ein Sturz nach dem Übergang vom Kehrlenkersitzsteiger in den Kehrsteuerrohrsteiger, eigentlich eine Routineübung für sie, und ein paar kleinere Schwierigkeitsabzüge führten zu Punktabzügen. Mit diesem Ergebnis ist sie auf Anhieb auch in der Elite bei den nationalen Spitzenfahrerinnen im 1er Kunstradsport. Etwas mehr Potential hat noch das Programm von Susanne Schreuer.
Auch sie stockte ihre Schwierigkeit um rund zwei Punkte auf, blieb aber rund 20 Punkte unter ihrer persönlichen Bestleistung. Trotz einiger Bodenberührungen platzierte sie sich in der ersten Hälfte der bayerischen 1er- Kunstradelite der Frauen, was insgesamt für das Leistungsniveau und die Trainingsqualität der Soli Bruckmühl spricht.
Beide Bruckmühlerinnen haben sich souverän für das 1. German Masters qualifiziert, das am 7. September im badischen Wallbach stattfindet und den Auftakt der Elitesaison markiert. hd