Leinefelde-Worbis – Mit einer Gold- und einer Bronzemedaille überraschten die regionalen Leichtathleten bei den deutschen Meisterschaften der Senioren am letzten Wochenende in Leinefelde-Worbis/Thüringen.
Für gleich drei Top-Platzierungen sorgte bei diesen Titelkämpfen Michael Pagels vom TSV 1860 Rosenheim bei den Männern M60. Bereist im Winter wurde er deutscher Meister im Dreisprung und wollte dies nun auch im Sommer schaffen. Einen echten Glanzauftritt legte er im Dreisprung-Finale dann auch hin: Mit starken 11,14 Metern zeigte der 60-Jährige eine überlegene Vorstellung seines Könnens.
Am Ende wurde er neuer deutscher Meister deutlich vor Wolfram Walther vom Team Voreifel mit 10,33 Metern (2.) und Volker Dannenberg vom TV Bedburg (3./ 10,20 Meter).
Für eine echte Überraschung sorgte er im Hochsprung: Mit beachtlichen 1,51 Metern eroberte er völlig unerwartet die Bronzemedaille. Als bester Bayer musste er sich hier nur Dieter Glübert vom hessischen SSC Vellmar mit 1,60 Metern (1.) und Volker Dannenberg vom TV Bedburg (2./1,57 Meter) geschlagen geben. „Das war die wohl größte Überraschung bei dieser DM für mich“, freute sich der Personaltrainer. Seit seiner Schulzeit war dieser Wettkampfauftritt im Hochsprung übrigens sein erst zweiter Start.
Sehr dicht und hochklassig war das Weitsprung-Finale: Mit 5,06 Metern erreichte der Sechziger-Athlet den undankbaren vierten Platz hinter dem siegreichen Heiner Lüers von der niedersächsischen TSG Westerstede mit 5,29 Metern.
Zu Silber fehlten ihm diesmal 21 Zentimeter und zu Bronze nur elf Zentimeter. Im 100-Meter-Rennen überstand er den Vorlauf im Felde der 20 Teilnehmer mühelos mit der fünftbesten Leistung von 13,61 Sekunden und stand damit im Finale. Dort verzichtete er allerdings auf einen Start wegen seiner Teilnahme am Dreisprung.
„Ich bin mit allen Ergebnissen total happy, denn alle Leistungen und Erfolge lagen weit über meinen Erwartungen“, so Pagels begeistert. In knapp zwei Monaten wird der ehrgeizige Athlet nun bei den Senioren-Europameisterschaften in Venedig an den Start gehen. Dazu wird er sich für seine Auftritte im Weit- und Dreisprung sehr eisern und konsequent vorbereiten.
Pech hatte Frank Teschner vom Lauffeuer Chiemgau aus Rosenheim: Im 100 Meter-Lauf der Männer M55 belegte er nach den 100-Meter-Vorläufen den neunten Rang mit 13,21 Sekunden und verfehlte damit um 14 Hundertstelsekunden den Einzug in das Finale der besten acht Athleten. stl