Rosenheim – „Ich will Verantwortung übernehmen“ – mit diesen markigen Worten hat sich Sommertransfer Moritz Moser beim TSV 1860 Rosenheim vorgestellt und beim 4:2-Auftaktsieg gegen Burghausen mit einem Tor und einer Vorlage auch gleich Taten folgen lassen. Mit 26 Jahren zählt Moser bereits zu den erfahrensten Spielern im Team der Sechziger – auch weil der Österreicher beim SV Ried ausgebildet, beim SV Wacker Burghausen zum jungen Drittligaspieler und beim TSV Buchbach zum gereiften Stammspieler wurde.
Mit einem starken und couragierten Auftritt im Derby gegen Burghausen habt Ihr für einen Auftakt nach Maß in der Regionalliga Bayern gesorgt. Wie bewerten Sie die vergangene Partie?
Ich war positiv überrascht, inwieweit wir nach dieser kurzen Vorbereitungszeit bereits als Team zusammengewachsen sind. Vor allem die ersten Spiele sind diesbezüglich immer ein kleiner Blindflug. Die Partie gegen Wacker hingegen war ein astreiner Mannschaftserfolg.
Auf einer für Sie unüblichen Position? Schließlich sind Sie etatmäßig gelernter Außenverteidiger.
Natürlich musste ich mich vor allem in den ersten Testspielen etwas auf der Position im zentralen Mittelfeld einfinden. Da ich jedoch bereits früher häufig als „Sechser“ agiert habe, ging die Umstellung sehr schnell. Zudem ist man auf dieser Position immer mitten im Spielgeschehen und hat großen Einfluss. Dieser Verantwortung will ich mich stellen und sie auch übernehmen.
Apropos Verantwortung: Mit 26 zählen Sie im Team zu den erfahrensten Spielern. Wie sehen Sie Ihre Rolle in der Mannschaft?
Mit Christoph Wallner und Matthias Heiß haben wir zwei Top-Leader als Kapitäne, die auch lautstark vorangehen. Ich will zunächst durch Leistung überzeugen und auch die vielen jungen Spieler etwas an die Hand nehmen, damit sie von meiner Erfahrung im Herrenfußball profitieren können und sich weiterentwickeln.
Letzte Fragen, Ihr Tipp für das Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg II?
Wenn wir erneut mit einer derartig geschlossenen Mannschaftsleistung auftreten, bin ich zuversichtlich, dass wir nicht mit leeren Händennach Hause fahren werden. Als Fußballspieler will man jedoch immer gewinnen – auch gegen Augsburg. Interview Michael Pointvogel