Richtig gute Ansätze

von Redaktion

1860 Rosenheim am Freitag in Augsburg

Rosenheim – Thomas Kasparetti wirkt zufrieden – aller Unkenrufe zum Trotz hat der junge Trainer des Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim zum Auftakt in die Saison 2019/20 einen nicht unverdienten 4:2-Sieg gegen Wacker Burghausen eingefahren. Dies war so sicherlich nicht vorauszusehen, schließlich wurde Rosenheims Gegner vom vergangenen Wochenende, als Top-5-Team der vierten Liga eingestuft und auch der eigene personelle Aderlass vor dieser Spielzeit war nicht zu unterschätzen.

Power und Durchschlagskraft

„Wir wollen gegen die junge Truppe vom FC Augsburg II unseren Eindruck vom letzten Sonntag wiederholen. Auch wenn gegen Wacker sicherlich noch nicht alles perfekt lief, haben wir jedoch bereits richtig gute Ansätze gezeigt“, so der TSV-Coach. Gute Ansätze waren wahrlich keine Mangelware im Derby: mannschaftliche Geschlossenheit, Effizienz im Torabschluss und bei Standardsituationen, geradlinig vorgetragene Kontersituationen und leidenschaftlicher Einsatz von jedem Spieler im Kader der Sechziger. Doch bei aller Euphorie drückt Kasparetti ein wenig auf die Bremse: „Das junge Team von Josef Steinberger hat mit 3:1 in Buchbach gewonnen und wird dementsprechend mit breiter Brust agieren.“ Zudem, so der Ameranger, verfügen die Fuggerstädter über jede Menge Power und Durchschlagskraft in der Offensive und seien vor allem im Umschaltspiel ein stetiger Gefahrenherd.

Als solchen darf man wohl spätestens seit der Relegationspartie gegen Gebenbach auch Luftetar Mushkolaj kategorisieren. Der 21-jährige Kosovare zeigte bei seinem Ausgleichstreffer, der zugleich den Klassenerhalt bedeutete, dass er außerordentlich schnell und technisch sehr versiert ist. Ein Spieler wie gemacht für die Innstädter? „Lufti ist ein Spieler, der in Partien den Unterschied machen kann.“ Ob Mushkolaj, der nach seiner Rotsperre am heutigen Freitag wieder spielberechtigt wäre, von Anfang an aufläuft, lässt Kasparetti hingegen noch offen. „Natürlich brennt er nun auf sein erstes Saisonspiel. Ob wir nach dem überzeugenden Auftaktsieg gegen Wacker einen Wechsel in der Startformation vornehmen, werden wir tatsächlich erst kurzfristig entscheiden.“

Für 1860 stehen harte Wochen mit Doppelspieltagen in der Regionalliga Bayern an. Man tut wohl gut daran, ausnahmslos von Partie zu Partie zu denken, Punkt für Punkt zu hamstern und so eine gute Grundlage für die Saison 2019/20 zu legen. mpo

Artikel 10 von 11