Auf der Euphoriebremse

von Redaktion

FUSSBALL-REGIONALLIGA 1860 Rosenheim in Illertissen

Rosenheim – Zwei Siege, eine knappe Niederlage – Tabellenplatz sechs in der Regionalliga Bayern. Am heutigen Samstag reist der TSV 1860 Rosenheim in die Grenzregion zum Ländle und will ab 14 Uhr gegen den FV Illertissen für die nächste Überraschung in dieser noch jungen Fußballsaison sorgen.

„Bloß nicht abheben“, lautet Thomas Kasparettis Plädoyer für die derzeitige Situation beim TSV 1860 Rosenheim in der Regionalliga Bayern. „Wir werden derzeit ein wenig mit Lob überhäuft, dabei sind wir doch gerade erst in die Saison gestartet. Wenn wir jetzt den Fehler machen und uns davon blenden lassen, kann es ganz schnell auch wieder in die andere Richtung gehen. Das wollen wir tunlichst vermeiden.“ Was der junge Trainer damit meint, ist die Tatsache, dass gerade einmal drei Spieltage vergangen sind und eine Bestandsaufnahme noch deutlich zu früh käme.

Am heutigen Spieltag wartet der FV Illertissen – ein Regionalliga-Schwergewicht. Seit dem Wechsel zur Saison 2012/13 aus der Baden-Württemberg-Staffel gehören die Rautenstädter nämlich zum Inventar der vierten Liga. Chronologisch aufgelistet mit starken Platzierungen: Dritter, Zweiter, Neunter, Fünfter, Sechster, Zehnter und in der vergangenen Saison Platz sieben. In dieser Spielzeit wird vermutlich der Abgang von Felix Schröter (SpVgg Unterhaching) und Burak Coban (SSV Ulm 1846) am meisten schmerzen. Beide Offensivspieler konnten letztes Jahr 28 Treffer erzielen und zu 13 weiteren assistieren. Eine Quote, die beim 0:1 gegen den TSV Buchbach mehr als sichtbar wurde.

„Der FV Illertissen ist für deren Verhältnisse nicht optimal in die Saison gestartet. Gerade weil sie ihr Leistungsvermögen noch nicht komplett abgerufen haben, sind sie stärker einzuschätzen, als der Saisonstart es aussagt“, so Kasparettis Analyse über den kommenden Gegner der Rosenheimer. Bei der taktischen Marschroute seines Teams lässt er sich nicht allzutief in die Karten blicken: „Illertissen hat letzte Woche mit einem ähnlichen System agiert wie wir, darauf müssen wir Lösungen kreieren. Es wird ein ganz spannendes Spiel.“ Personell kehrt Linor Shabani nach seiner Sperre wieder zurück ins Team. Ob er oder Yanick Tobias, der ihn im Spiel gegen den TSV Rain optimal vertrat, den Vorzug neben Moritz Moser im zentralen Mittelfeld erhält, wird sich wohl erst nach den Eindrücken im Abschlusstraining entscheiden. mpo

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