„Es geht nur um die Entwicklung“

von Redaktion

INTERVIEW Wasserburgs Trainer Haas zwischen Freude, Vorsicht und Selbstbewusstsein

Wasserburg – Mit drei Siegen ist der TSV Wasserburg hervorragend in die neue Saison der Fußball-Bayernliga Süd gestartet. Der Aufsteiger steht auch gleich wieder an der Tabellenspitze. Nach dem 5:0-Derbyerfolg in Kirchanschöring und vor dem heutigen Heimspiel gegen Schwaben Augsburg (Beginn 15.30 Uhr) hat sich die OVB-Sportredaktion mit Wasserburgs Coach Leo Haas unterhalten.

Als Aufsteiger gleich wieder vorne – wie gehen Sie damit als Trainer um?

Natürlich macht es Spaß, weil wir diesen Start in so einer Form natürlich nicht erwartet haben. Es ist für uns überragend, dass wir so aus den Startlöchern gekommen sind. Vielleicht muss ich die Jungs jetzt ein bisschen bremsen. Ich denke nämlich schon, dass der Sieg in Kirchanschöring mit 5:0 etwas zu hoch ausgefallen ist.

Wie bremst man dann so eine selbstbewusst auftretende Mannschaft?

Ich sage den Jungs, was gut und schlecht war. Und in der zweiten Halbzeit waren nicht mehr so viele Dinge dabei, die richtig gut waren. Wir waren ein bisschen zu passiv. Und man muss die Jungs immer daran erinnern, dass so ein Spiel auch kippen kann.

Die bisherigen Gegner waren jetzt keine Laufkundschaft. Wer ist denn dann für Wasserburg ein Stolperstein?

Den gibt es in jedem Spiel. Du musst immer 100 Prozent geben, dass du etwas holst. Wenn du nicht an die 100 Prozent kommst, dann kannst du gegen jede Mannschaft verlieren.

Am heutigen Samstag steht das Heimspiel gegen Schwaben Augsburg auf dem Plan. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Ich habe Augsburg im Spiel in Kirchanschöring auf Video gesehen. Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, ähnlich wie Pullach. Es wird sicher eine extrem schwierige Aufgabe. Wir müssen schauen, dass die Jungs wieder frisch sind, um etwas zu holen.

Was gibt‘s denn pünktlich zum Weinfest: Qualitätsauslese oder einen Sauerampfer?

(lacht) Mal schauen, wo es hingeht. Man muss aber auch jetzt mal klar sagen: Ich glaube nicht, dass wir mit der Vorgabe in jedes Spiel gehen können, immer einen Dreier zu holen. Man muss vielleicht anerkennen, dass es mal nicht läuft, wenn wirklich eine andere Mannschaft überragend spielt – solche Spiele werden auch kommen. Es geht nur um die Entwicklung der Mannschaft, dass die positiv ist. Alles andere ergibt sich dann.

Muss denn eine gegnerische Mannschaft schon überragend spielen, um Wasserburg schlagen zu können?

Das weiß ich nicht, ich kenne auch noch nicht jeden Gegner. Aber ich denke schon. Denn wenn wir es vom Einsatz, vom kämpferischen und natürlich über das Spielerische richtig machen, dann haben wir gegen jeden Gegner eine Chance zu gewinnen. Also das liegt schon zum Großteil an uns. Natürlich musst du es akzeptieren, wenn der Gegner einen Sahnetag hat. Aber ich hoffe, dass wir das noch so lange wie möglich hinauszögern. Interview: Neumeier

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