Bad Aibling – Lange war es ruhig um die Regionalliga-Basketballer des TuS Bad Aibling. Nach dem Ende der vergangenen Spielzeit hieß es für die Mannen von Headcoach Tobi Guggenhuber erst einmal Wunden lecken und Verletzungen auskurieren. Trotz des durchaus beachtlichen Abschneidens der jungen Mannschaft war der Trainerstab mit Platz 13 und dem damit verbundenen Klassenerhalt nicht vollends zufrieden. „Natürlich haben wir am Ende die Klasse gehalten, das war unser großes Ziel und darüber bin ich sehr glücklich. Die Mannschaft hat das trotz der wenigen Erfahrung in den entscheidenden Momenten gut gemacht und Charakter gezeigt. Doch mit etwas Abstand muss man am Ende auch konstatieren, dass dies eine echte Seuchensaison war. Wir hatten lange Anschluss an das Mittelfeld, bis uns diese unsägliche Verletzungsmisere erwischt hat, doch daraus müssen wir unsere Lehren ziehen“, sagt Guggenhuber.
So lag der Fokus nun vor allem auf der Verbreiterung des Kaders, um etwaige Verletzungen besser auffangen zu können. Man möchte in der Kurstadt den Weg weiter mit einheimischen Spielern und ohne Profis gehen. Die Entwicklung des jungen Kaders steht nach wie vor im Vordergrund. So musste man zu Beginn der Kaderplanung erst einmal sicherstellen, dass die Leistungsträger der letzten Jahre auch weiterhin im Trikot der Fireballs auflaufen. Nach vielen guten Gesprächen konnte am Ende der gesamte junge Kern gehalten werden. Teammanager Jakob Günther: „Wir sind sehr froh, auch in diesem Jahr wieder alle Leistungsträger an Bord zu haben. Lange Zeit waren studien- beziehungsweise berufsbedingte Abgänge zu befürchten, dazu hatten unsere Leistungsträger gute Angebote von anderen Vereinen. Es war ein hartes Stück Arbeit und etwas Glück, dass wir keine signifikanten Abgänge zu verzeichnen haben. Lediglich hinter Jo Wießnet steht noch ein kleines Fragezeichen. Er hat zwar bei uns zugesagt, ist dabei aber noch abhängig von seiner neuen Arbeitsstelle.“
Einen großen Wermutstropfen gibt es aber doch kurz vor Trainingsauftakt. Steffen Lautner wird wohl für die gesamte Spielzeit ausfallen. Eine verschleppte Verletzung im Knie macht dem gebürtigen Berliner schwer zu schaffen und es ist wohl eine Operation nötig. Ob und wann er auf den Court zurückkehren kann, ist aktuell noch ungewiss.
Die offene Planstelle muss nun also intern besetzt werden und macht somit einen weiteren Kaderplatz frei. Diesen besetzt ein Rückkehrer: Daniel Nimphius kommt von der BG Leitershofen zurück nach Bad Aibling und übernimmt die Geschicke im Spielaufbau der Fireballs. „Daniel gibt uns durch seine hervorragende Spielübersicht eine neue Komponente auf beiden Seiten des Spielfelds“, erklärt Guggenhuber. Der gebürtige Aiblinger passt dabei wie die Faust aufs Auge zum „Einheimischen-Modell“ der Fireballs. Eine schöne Geschichte am Rande ist natürlich die Wiedervereinigung mit seinem Zwillingsbruder Dennis.
Dazu wird der Kader durch Nachwuchstalente weiter verbreitert. Das Ziel ist, Talente frühzeitig an das Niveau der Regionalliga heranzuführen und das Spielsystem langfristig in den Köpfen der Spieler zu verankern.
Das Team bereitet sich nun bereits seit einigen Wochen individuell auf die neue Saison vor. Der offizielle Trainingsauftakt ist für kommende Woche anberaumt. Erste Freundschaftsspiele finden erst ab Ende August statt.re