Vorentscheidender Lauf auf historischem Gewässer

von Redaktion

Rosenheimer Kanuslalom-Nachwuchs im Augsburger Eiskanal erfolgreich im Einsatz: Viele vordere Platzierungen erreicht

Augsburg – Nur wenige Tage, nachdem die Unesco-Kommission das „Augsburger Wassermanagement-System“ zum schützenswerten Weltkulturerbe ausgezeichnet hatte, traf sich der Kanuslalom-Nachwuchs auf der traditionsreichen Augsburger Regattastrecke zum vorletzten Lauf zur bayerischen Meisterschaft.

In erster Linie wurde das Augsburger Wassersystem für 800 Jahre nachhaltige Trinkwasserversorgung und die jahrhundertelange, innovative Nutzung der Wasserkraft prämiert. Für Bayerns Kanuten hat die historische Augsburger Wasserversorgung ebenfalls einen immensen Wert: Zu den Olympischen Spielen 1972 entstand in der Fugger-Stadt die erste künstlich angelegte Wildwasserstrecke der Welt. Als Teil des „Augsburger Wassermanagement-Systems“ zählt der Augsburger Eiskanal nunmehr zum Weltkulturerbe und steht auf der gleichen Stufe mit dem Kölner Dom, den Pyramiden von Gizeh oder der Chinesischen Mauer!

Für die elf Sportler des KK Rosenheim war das Rennen der vorentscheidende Lauf vor dem Finale im September auf der Münchner Floßlände und außerdem ein Kräftemessen mit den zwei stärksten bayerischen Kanuslalom-Vereinen aus Augsburg. Ein Lauf auf der Jugendstrecke zählt seit Jahrzehnten zum Repertoire der bayerischen Meisterschaften im Kanuslalom, für die meisten Rosenheimer Kanuten ist das Rennen inzwischen Routine und daher gab es auch kaum Überraschungen.

Rosenheims jüngster Starter, Jonathan Arnu, bestätigte seine gute Form in dieser Saison und beendete das Rennen der Schüler C im Kajak-Einer auf dem zweiten Platz, im Canadier-Einer sicherte er sich konkurrenzlos den Sieg. Sein älterer Bruder Marian Arnu erreichte in der Altersklasse Schüler B im Canadier Rang zwei und im Kajak den dritten Platz. Sebastian Kamm beendete das Rennen als Siebter. Bei den Schülern A belegten Elias Kuschinsky und Niklas Höller im C1 die beiden ersten Plätze, im Kajak beendeten sie das Rennen auf den Plätzen vier und sieben, Lukas Sommer erreichte Rang acht. Mia Arnu wusste sich in einem sehr kleinen Starterfeld problemlos durchzusetzen und gewann ihre beiden Rennen im Kajak und Kanadier. Matteo Sandweg etablierte sich in seiner ersten Wettkampfsaison im gesicherten Mittelfeld und beendete sein Kajak-Rennen auf Platz sechs. Das Rennen der C1-Jugend weiblich war fest in Rosenheimer Hand: Emily Höller gewann vor den Vereinskameradinnen Hannah Cerweny und Juliane Tewes. Das Rennen im K1 schlossen Emily Höller und Hannah Cerweny auf den Rängen drei und fünf ab.

Nach den Einzelrennen fielen die Entscheidungen für die bayerischen Meisterschaften der Schüler-Mannschaften. Elias Kuschinsky, Niklas Höller und Marian Arnu sicherten sich den Sieg in der Einer-Canadier-Mannschaft und Platz drei im Kajak. Jonathan Arnu, Lukas Sommer und Sebastian Kamm schlossen das Rennen auf Platz sieben ab.re

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