Spitzenleistungen bei den „Finals“

von Redaktion

Einmal Bronze, einmal Achter: Leichtathleten aus der Region überzeugten in Berlin

Berlin – Mit einer Bronzemedaille und einem Spitzenplatz präsentierten sich die regionalen Leichtathleten bei der deutschen Meisterschaft im Berliner Olympiastadion, die im Rahmen der Großveranstaltung „Die Finals“ ausgetragen wurde.

In der Hammerwurf-Konkurrenz der Männer ging Johannes Bichler aus Lauterbach als Titelverteidiger in den Wettkampf. Mit Blick auf seine bisherige Saison war er diesmal allerdings nicht der große Titel-Favorit, denn er lag vorab in der deutschen Jahresbestenliste nur auf dem fünften Rang. In Berlin zeigte sich der 29-Jährige aber auf den Punkt fit und arbeitete sich auf eine ausgezeichnete Weite von 66,95 Metern. In der Endabrechnung sicherte er sich, im Trikot der LG Stadtwerke München startend, die Bronzemedaille und konnte mit seinem Abschneiden sehr zufrieden sein. Der Hammerwurf war übrigens diesmal fest in bayerischer Hand, alle drei Medaillengewinner kamen aus dem Freistaat: Gold ging an Tristan Schwandke vom TV Hindelang mit 73,00 Metern vor Simon Lang von der LG Stadtwerke München mit 68,01 Metern auf Rang zwei.

Für eine echte Überraschung sorgte Lukas Koller aus Reitmehring im Diskuswurf der Männer. Vor diesen Titelkämpfen „nur“ auf dem zwölften Rang in der aktuellen deutschen Jahresbestenliste liegend, wurden ihm eigentlich keine echten Finalchancen eingeräumt. In Berlin präsentierte er sich dennoch ausgesprochen leistungsstabil und arbeitete sich bis in das Finale vor.

Ebenfalls im Trikot der LG Stadtwerke München wurde der amtierende bayerische Meister am Ende ausgezeichneter Achter mit einer Weite von 57,47 Metern und landete damit einen Top-Erfolg. Zu Bronze fehlten ihm diesmal dennoch 5,12 Meter, während Martin Wierig vom SC Magdeburg den deutschen Meistertitel mit 65,39 Metern gewann.

Im 100-Meter-Lauf wurden für die Wettkämpfe nur die 24 besten gemeldeten Athleten zugelassen und Nick Kocevar vom TSV Bad Endorf hatte die Ehre, aktuell zu den derzeit besten Sprintern in Deutschland zu zählen. Im 100-Meter-Halbfinale hatte es der 19-Jährige als einer der jüngsten Starter enorm schwer: Mit 10,66 Sekunden bestätigte er seine aktuelle Top-Form und belegte als drittschnellster Bayer den 18. Rang in der übermächtigen Konkurrenz der 21 Läufer. Für den Einzug in das Finale hätte er schon einen neuen persönlichen Rekord schaffen müssen – das wäre gleichzeitig bayerischer Rekord gewesen. Gold an Michael Pohl mit 10,27 Sekunden, Silber an Kevin Kranz mit 10,29 Sekunden, beides Athleten vom Sprintteam Wetzlar. stl

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