Alkmaar – Einige Fahrer aus dem Raublinger Radsport-Rennstall Team Auto Eder Bayern sind in den Farben der Nationalmannschaft nach Alkmaar, um bei den Europameisterschaften der Junioren teilzunehmen. In den Niederlanden war Marco Brenner als Fünfter bester Fahrer des Trios. Pech hatte Leslie Lührs, der gestürzt war.
Es galt, 100 km auf einem welligen Stadtkurs mit einem ein Kilometer langen Pavé-Stück zu bewältigen. Die Mannschaft aus Deutschland ging mit einer offensiven Renntaktik ins Rennen. In der zweiten Runde konnte sich eine Gruppe von vier Fahrern absetzen. Nach nur wenigen Kilometern konnte Brenner mit zwei weiteren Fahrern aufschließen. Die Fluchtgruppe harmonierte, das Feld machte jedoch Druck und somit pendelte der Vorsprung immer um die 30 Sekunden. Die Spitzengruppe brach letztlich auseinander, der deutsche Mannschaftskollege Ballerstedt schaffte den Sprung in eine neue Ausreißergruppe und sprintete auf Platz zwei. Brenner belegte nach einer starken Leistung den fünften Platz. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Der Kurs war total flach, was mir eigentlich nicht so entgegenkommt. Dennoch wurde am Ende viel auf mich geschaut, was mir die Chancen auf eine Medaille nahm. Am Ende reichte es für den fünften Platz bei der EM in meinem ersten Juniorenjahr. Der Ukrainer der gewonnen hat, hatte am Ende einfach noch die frischesten Beine im Vergleich zu der Fluchtgruppe, die von Anfang an vorne war“, meinte Brenner.
Lührs stürzte und musste aufgeben, Untersuchungen ergaben keine Brüche oder anderweitige schwere Verletzungen. „Für mich waren die Europameisterschaften extrem enttäuschend“, bilanzierte Lührs. Linus Rosner wurde auch durch einen Sturz aufgehalten, erreichte aber das Ziel im zweiten Hauptfeld. „Ich wurde durch einen Sturz auf der Kopfsteinpflasterpassage ausgebremst und habe den Kontakt zur Spitze des Rennens verloren. Es ist schade, dass ich die gute Form nicht mit einem vorzeigbaren Ergebnis unterstreichen konnte“, lautete Rosners Fazit.re