Nach WM-Pech Sieg im Weltcup

von Redaktion

Corratec-Mountainbike-Fahrer Simon Gegenheimer gewinnt in den Niederlanden

Waregem/Valkenswaard – Marion Fromberger (18) und Simon Gegenheimer (30) vom Mountainbike-Racingteam Corratec hatten bei der Weltmeisterschaft in Belgien großes Pech und konnten wegen Kettenproblemen nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Nur drei Tage später standen beide auf dem Weltcup-Podium.

Es sei eines der wichtigsten Rennen der Saison, eine Ehre an den Start gehen zu können, so beschrieb Fromberger die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Dieses Jahr sollte diese WM mit Tränen für sie zu Ende gehen. Doch es waren keine Freudentränen, denn sowohl Fromberger als auch ihr Teamkollege Gegenheimer mussten zwecks Kettenschadens früh den Kampf um das Siegerpodest aufgeben. „Es klingt doof, aber wir hatten vermutlich einfach Pech. Die Ketten waren neu, sind eingefahren gewesen, die beiden haben keine Schaltfehler begangen und der Riss war nicht am Kettenschloss. Unsere Mechaniker haben die Teile und die Zeitlupen sehr genau analysiert aber wir können uns keinen Fehler vorwerfen“, so Teamchefin Kerstin Thum zum enttäuschenden Abschneiden ihrer Athleten bei der WM in Waregem.

Nur drei Tage später gab es die Möglichkeit zur Revanche beim Weltcup in den Niederlanden in Valkenswaard. Beide konnten auf der langen Startgerade zeigen, dass sie zu den Weltbesten gehören. Fromberger fuhr bei nassen Straßenverhältnissen viel von vorne, um nicht erneut mit Pech auszufallen. „Ich wollte unbedingt ein gutes Resultat ins Ziel bringen“, so die junge Deutsche, die den Sprung auf das Siegerpodest der besten Fünf schaffte und damit auch ihren dritten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung festigte.

Für Simon Gegenheimer gab es nicht viel zu verbessern. Man sah ihn die gesamte Veranstaltung über fokussiert. „Ich fuhr mit meinem vollgefederten Link. Das ermöglichte mir in den Kurven und auf den Sprüngen Überholmanöver und somit konnte ich auf den langen Geraden etwas Tempo rausnehmen“, so der sechsfache Weltcupsieger. Er fuhr auf den letzten 1000 Metern auf Position drei liegend und überholte dann den frischgebackenen Weltmeister Titouan Perrin Ganier (Frankreich/28) und den Zeitlaufschnellsten Lehvi Braam (Niederlande/24). Der Deutsche zog durch und gewann schließlich mit einer Radlänge Vorsprung.re

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