Eiselfing – Die Volleyball-Damen des TSV Eiselfing stehen in der kommenden Saison vor einem Neuanfang. Nachdem einige Spielerinnen die Mannschaft aus verschiedenen Gründen verlassen haben, ist ein Umbruch im Gange. So wird man künftig in der Bezirksliga an den Start gehen. Über die Gründe und die Zukunft der Eiselfinger Volleyballerinnen hat Stützpunktleiter Dieter Heidrich mit der OVB-Sportredaktion gesprochen.
Was sind denn die Gründe für die großen Personalveränderungen?
Ein paar unserer Damen hatten schon in der vergangenen Saison mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen, auch in der kommenden Spielzeit können sie nicht für uns auf dem Platz stehen. Dazu kommt, dass uns ein paar Spielerinnen verlassen, die im Frühling ihr Abitur gemacht haben. Außerdem stehen bei manchen Spielerinnen berufliche Veränderungen an, da geht die persönliche Zukunft selbstverständlich vor.
Sie haben lange darum gekämpft, dass es mit der ersten Damenmannschaft höherklassig weitergeht. Woran ist das Vorhaben dann schlussendlich gescheitert?
Sechs Spielerinnen aus der „alten Ersten“ wären bei uns geblieben, die wir mit vier Damen aus der zweiten Mannschaft verstärken wollten. Auch das Trainerpaar Heidlinger wäre bereit gewesen, noch eine Saison zu bleiben und den kleinen Umbruch einzuleiten. Wir haben lange versucht, eine Lösung zu finden, mit der alle Parteien leben können. Aber am Schluss war es für unsere Drittliga-Vizemeisterinnen einfach emotional zu viel verlangt, so einen Rückschritt mitzumachen. Wir haben uns dann gemeinsam dafür entschieden, einen richtigen Neuanfang zu machen und nicht nur Lücken zu stopfen. Nora und Sarah Delker, Carina Hainzlschmid, Hanna Huber, Manuela Schneider und Daniela Hehl werden den Verein verlassen und beim TSV Turnerbund München in der Regionalliga weiterspielen.
Wie sieht Ihr Plan für den Neuanfang aus?
Im Prinzip wird unsere bisherige zweite Mannschaft zu unserer „Ersten“ und wir gehen ganz normal in die neue Bezirksliga-Saison. Außerdem bauen wir auf unsere Nachwuchs-Jahrgänge, die sehr stark sind. Die U13-Mädchen haben beispielsweise letztes Jahr die südbayerische Meisterschaft gewonnen. Darauf können wir aufbauen und hoffen, dass mit der Zeit wieder ein großartiges Team zusammenwächst. Langfristig wollen wir in drei oder vier Jahren wieder in der Landes- oder sogar Bayernliga mit von der Partie sein. Man muss aber auch sagen, dass es für einen kleinen Landverein wie den TSV Eiselfing immer schwer sein wird, unsere Spielerinnen über lange Zeit zu halten. Wir haben keine Universität in der Nähe, die großen Städte in der Umgebung sind oft auch berufliche Magneten. Von den gut 3000 Einwohnern, die Eiselfing hat, können wir nur versuchen, so viele wie möglich für unseren Sport zu begeistern. Interview: Karrasch