Sechziger mit dem 0:3 gut bedient

von Redaktion

Fussball-Regionalliga Bayern Rosenheim mit trägem Auftritt beim Goia-Debüt

Bayreuth – Nächste klare Niederlage für den Fußball-Regionalligisten 1860 Rosenheim. Mit 0:3 (0:2) unterlagen die Sechziger in Bayreuth und waren dabei völlig chancenlos. Da konnte auch der neue Torhüter Alin Goia nichts machen, im Gegenteil: Er verhinderte mit guten Paraden sogar eine noch höhere Niederlage.

Zum sechsten Mal in Folge blieb die SpVgg Bayreuth unbesiegt und betrieb im Duell mit TSV 1860 Rosenheim, gegen den man zuvor viermal in Folge nicht gewonnen hatte, beste Werbung für das am kommenden Freitag steigende Heimspiel gegen den als Topfavoriten gehandelten Neuling Türkgücü München. Der 3:0 (2:0)-Erfolg über den bisherigen Angstgegner hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können, hätten die Altstädter ihre vielen Chancen konsequenter verwertet.

Bei den Gästen stand erstmals Alin Goia zwischen den Pfosten. Der mit 1,94 Meter Gardemaß aufweisende rumänische Routinier verzeichnete seine erste gute Aktion nach gerade einmal zwei Minuten, als er einen Kopfball von Johannes Golla im Anschluss an einen Freistoß auf der Linie entschärfte.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung war für Bayreuth das schnelle Führungstor, als Alexander Piller gegen die nach der langen Anreise noch unsortierte TSV-Deckung zu einem Alleingang auf der linken Seite ansetzte, von der Auslinie nach innen passte und Ivan Knezevic überlegt aus zehn Metern einschoss (5.). Hohes Bayreuther Anlaufen verhinderte ein ums andere Mal einen geregelten Spielaufbau der Oberbayern, die sichtlich Mühe hatten, den quirligen und mit vielen Ballstafetten aufwartenden Altstädtern einigermaßen Paroli zu bieten.

Und diese hatten Chancen zuhauf, den Vorsprung auszubauen: Knezevic zwang Goia nach einer Wolf-Vorarbeit zu einer Glanztat (19.). Piller zielte nach einer Vorarbeit von Anton Makarenko aus spitzem Winkel nur knapp vorbei (26.), beziehungsweise fand in Goia seinen Meister (28.). Die gleiche Erfahrung machte Christoph Fenninger auf Vorlage von Knezevic (39.). Es dauerte bis kurz vor dem Wechsel, bis das längst fällige 2:0 fiel: Abermals nach Knezevic-Vorlage überwand Fenninger nach einem Alleingang den Rosenheimer Schlussmann mit einem Heber.

Gelegenheiten der Elf von Thomas Kasparetti suchte man bis zur 30. Minute vergebens, und da verzog der freistehende Markus Sattelberger kläglich. Das sollte aber neben einem Vorstoß von Laurin Demolli, dem SpVgg-Torwart Sebastian Kolbe den Ball vom Fuß stahl (36.), eine der wenigen Situationen sein, in der die Bayreuther Deckung einmal den Überblick verlor.

Offensiv ging es auch in Abschnitt zwei weiter, es blieb beim Altstädter Einbahnstraßenfußball Richtung Rosenheimer Gehäuse. Binnen 120 Sekunden hatte Makarenko, der tags zuvor seinen 31. Geburtstag gefeiert hatte, gleich zwei Gelegenheiten, das Resultat in die Höhe zu schrauben. Das besorgte dann Schwarz, der nach der dritten Altstädter Ecke durch Knezevic per Kopf seinen ersten Treffer im SpVgg-Dress markierte (50.), der bereits vorentscheidenden Charakter hatte.

Und die Gäste? Fanden nach der Gelegenheit von Danijel Majdancevic, der kurz vor dem dritten Bayreuther Treffer das einheimische Gehäuse haarscharf verfehlt hatte (49.) und bei einem Tor die Partie hätte vielleicht etwas spannender gestalten können, nur mehr phasenweise statt. Zu hausbacken präsentierten sich die Innstädter.

Thomas Kasparetti (TSV 1860 Rosenheim): „Die Bayreuther haben sich die drei Punkte völlig verdient geholt. Wir hatten in der ersten Halbzeit zu sehr mit uns selbst zu kämpfen und sind richtig überfahren worden. Wir sind träge aufgetreten, sind offensiv wie defensiv nicht in die Zweikämpfe gekommen und waren mit dem 2:0 zur Pause gut bedient. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann ganz ordentlich gemacht, aber letzten Endes hilft uns das gar nichts. Auf der Heimfahrt haben wir genügend Zeit, um über unsere Leistung nachzudenken.“

Timo Rost (SpVgg Bayreuth): „Die Mannschaft hat sich über 90 Minuten an den Matchplan gehalten. Es war ein Topauftritt unserer Mannschaft.

TSV 1860 Rosenheim: Goia – Sattelberger, C. Wallner, Lenz, Fambo (72. Merdan) – Linner (55. Hölzl), Demolli, L. Shabani (72. Mayerl), Moser – Mushkolaj, Majdancevic.

Schiedsrichter: Ehwald (Geldersheim); Ecken: 3:0; Zuschauer: 812.

Tore: 1:0 Knezevic (5.), 2:0 Fenninger (44.), 3:0 Schwarz (50.).

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