„Letti“ mit Knockout-Sieg

von Redaktion

Kiefersfeldener Manuel Lettenbichler in den USA unschlagbar

Sequatchie/Tennessee – Manuel Lettenbichler von der MTG Kiefersfelden gelingt auf seiner KTM-Enduro derzeit nahezu alles. Nach dem Sieg bei der „Red Bull Romaniacs“ Anfang August hat der 21-jährige Hard-Enduro-Profi nur zwei Wochen später in den USA nun auch den „Tennessee Knockout“- (TKO)-Hard-Enduro-Wettbewerb dominiert.

Die neunte Auflage des TKO wurde im Trial-Trainingszentrum in Sequatchie im US-Bundesstaat Tennessee ausgetragen. Am finalen Renntag standen für die 57 qualifizierten Teilnehmer gleich vier Prüfungen auf dem Programm. Los ging es mit einer „heißen Runde“ auf kurzem Kurs mit knapp fünf Minuten Fahrzeit, bei der die Startpositionen für die zweite Prüfung ausgefahren wurden. Manuel Lettenbichler fuhr hier gleich einmal die schnellste Zeit vor dem Spanier Mario Roman und dem US-Amerikaner Colton Haaker.

Lettenbichler fährt von Anfang an voraus

Die erste Knockout-Runde, in der sich die schnellsten 25 Fahrer für den nächsten Durchgang qualifizieren konnten, wurde auf einer 19 Meilen langen Strecke gefahren. Erneut war Manuel Lettenbichler mit 1:01:28 der Schnellste, diesmal vor Haaker und Roman, die zwei beziehungsweise drei Minuten langsamer waren.

Im dritten Durchgang gingen jeweils fünf Fahrer gleichzeitig auf den langen Kurs, wobei die jeweils besten drei jeder Gruppe für das Finale gesetzt wurden. Lettenbichler gewann die erste Gruppe, Haaker die zweite, Roman die dritte und der Südafrikaner Wade Young die vierte.

Das große Finale wurde dann wieder auf dem kurzen Kurs der ersten Runde gefahren. Und zwar im Modus 30 Minuten plus eine Schlussrunde. „Letti“ katapultierte sich beim Massenstart sofort wieder an die Spitze des Feldes und behauptete seine Führung bis ins Ziel. Um Platz zwei duellierten sich Young, Haaker und Roman, bevor sich am Ende Roman als Zweiter hinter Lettenbichler durchsetzen konnte. Wade Young wurde Dritter, während sich Haaker als Vierter von dem entfesselt fahrenden Lettenbichler sogar einmal überrunden lassen musste.

Manuel Lettenbichler war hier im letzten Jahr bereits Zweiter hinter dem sechsfachen TKO-Champion Cody Webb (USA) geworden und nutzte die damals gewonnene Erfahrung optimal zum heurigen Sieg. Vorjahressieger Webb übergab im Ziel den TKO-Champions-Gürtel an seinen Kiefersfeldener Nachfolger.

USA-Format ist eine Herausforderung

„Es ist ein völlig anderes Format, als ich es normalerweise fahre“, sagt Lettenbichler am Ende des Renntags in Tennessee. „Hier fährt man viermal am Tag und das mit hoher Intensität. Das Finalrennen ist so schwierig, weil das Tempo enorm hoch ist. Ich fand die Rundkurse sehr gelungen. Trotzdem war es eine große Herausforderung für mich. Hier ist es viel heißer und feuchter als ich es von zu Hause gewohnt bin. Ich war wirklich froh, am Ende des letzten Rennens eine angenehme Führung zu haben, damit ich mein Tempo etwas zurückschrauben und meinen Sieg ein bisschen genießen konnte.“ sc

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