Löwen eliminieren sich selbst

von Redaktion

FUSSBALL-BAYERNLIGA Individuelle Fehler bringen Wasserburg auf die Verliererstraße

Landsberg – Einen gebrauchten Tag haben die Wasserburger Bayernliga-Fußballer bei ihrem Gastspiel in Landsberg erwischt. Gegen keineswegs überragende Hausherren war die bis dato so starke Mannschaft von Leo Haas zu unkonzentriert, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Am Ende hieß es 0:4 aus Wasserburger Sicht.

Das Unheil nahm bereits nach zwei Minuten seinen Lauf, als Sebastian Weber einen eigentlich harmlosen Diagonalball im eigenen Strafraum unbedrängt vor die Füße von Philipp Siegwart stoppte. Der gerade von einer Verletzung zurückgekehrte Außenstürmer nahm das Geschenk dankend an und versenkte zum 1:0. In der fünften Minute unterlief dann sogar Matthias Haas ein folgenschwerer Fehler. Wie so oft bauten die Löwen nach dem Abschlag im Fünfmeterraum auf, doch Haas wurde geblockt, das Leder landete bei Alessandro Mulas und dieser schob zum 2:0 ein. Dass Landsberg in der Defensive Probleme hat, hat sich auch nach dem Trainerwechsel nicht geändert. So lief Robin Ungerath nach einer Viertelstunde allein auf Patrick Rösch zu und wollte uneigennützig auf Markus Hartl ablegen. Der Pass kam jedoch nicht an, zudem stand Hartl im Abseits. In der Folge zischten Schüsse von Ungerath und Michael Barthuber knapp am langen Pfosten vorbei. Bei einem Anschlusstreffer wäre das Spiel wieder offen gewesen. Ein weiterer individueller Feh-ler kurz vor dem Seitenwechsel begrub jedoch die Wasserburger Hoffnungen. Mulas wurde nach einem Ballgewinn im Mittelfeld steil geschickt und behielt abermals frei vor Zmugg die Nerven (43.).

Seit Jahren erzielte keine Mannschaft so leichte Tore gegen Wasserburg. „Jetzt muss auch der Letzte begriffen haben, dass wir in der Bayernliga nicht gewinnen können, wenn wir mental und körperlich nicht bei 100 Prozent sind“, so ein konsternierter Leo Haas. Es fehlte an diesem Abend in Landsberg alles, was den Aufsteiger bis dahin ausgezeichnet hatte. Kein Miteinander in der Defensive, kein Miteinander in der Offensive.

Symptomatisch für den lethargischen Wasserburger Auftritt war der Kopfballtreffer von Orkan Tugbay in der 69. Minute zum 4:0. Tugbay ist lediglich 1,68 Meter groß, setzte sich aber in der Luft gegen seinen Widersacher durch. „Man darf jetzt nicht alles schlechtreden, wir haben bis dato 19 Punkte geholt. Das ist ordentlich, aber dieses Spiel muss uns eine Lehre sein“, lautete das Fazit von Leo Haas.

TSV Wasserburg: Zmugg, Stephan, Matthias Haas, Lindner (ab 46. Drath), Knauer, Dominik Haas (ab 59. Scheitzeneder), Hain (ab 46. Krasniqi), Hartl, Barthuber, Ungerath.

Schiedsrichter: Dorfner (SV Falkenfels).

Zuschauer: 430.

Tore: 1:0 Siegwart (2.), 2:0 Mulas (5.), 3:0 Mulas (43.), 4:0 Tugbay (69.).jah

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