Wasserburg – Nein, keine Sorge: Es handelt sich hier nicht um das Naturphänomen „Tornado“, vor dem man Angst haben müsste, wenn er nach Deutschland kommt. Respekt darf man trotzdem haben, vor Brittany „Britt“ Hodges, die von den „Launceston Tornadoes“ in Tasmanien zum Basketball-Bundesligisten TSV Wasserburg kommt, und am Inn auf der Centerposition agieren wird.
Die 26-jährige gebürtige US-Amerikanerin, geboren in Atlanta, ist schon ein bisschen rumgekommen in der Welt. Neben Tasmanien hat sie auch schon in Portugal, Australien und Luxemburg gespielt. Mit ihrem derzeitigen Team, den Launceston Tornadoes, konnte Britt bisher lediglich vier Siege in 20 Spielen einfahren. Sie kommt hierbei auf starke 17,1 Punkte und 11,5 Rebounds pro Partie und steht durchschnittlich 32:44 Minuten auf dem Feld.
Zu ihren großen Vorbildern gehören Michelle Obama und Serena Williams, zwei Frauen, so unterschiedlich und doch so gleich. Beide Frauen repräsentieren Selbstständigkeit, Kraft und Durchhaltevermögen. Vorbildcharakter für jeden – und eben auch für Hodges.
„Ich hab mich für Wasserburg entschieden, da mir das Konzept, welches Sidney und das Management haben, gefällt, und ich gern ein Teil davon sein möchte. Auch die Erfolgsgeschichte, die der Verein zu verzeichnen hat, spielte mit eine Rolle bei meiner Entscheidung für Wasserburg“, erklärte Hodges. Und ihre Ziele für die kommende Saison sind eindeutig: „Erst einmal werde ich mich an die Spielweise in Deutschland gewöhnen müssen, schließlich habe ich noch nie hier gespielt und jedes Land hat so seine unterschiedliche Spielart. Aber dann möchte ich dem Team bestmöglich helfen – mich dabei selbst weiterentwickeln als Spielerin und Teamkollegin – und zusammen eine erfolgreiche Saison spielen.“
2015 als Neuzugang in Bad Aibling präsentiert
Ein Pflichtspiel hat Hodges in Deutschland noch nicht bestritten, allerdings weist die US-Amerikanerin aber doch eine kurze Deutschland-Erfahrung auf – sogar mit dem Landkreis Rosenheim: 2015 war sie als Neuzugang beim damaligen Zweitligisten Bad Aibling vorgestellt worden, wechselte aber dann noch im September zu den Panthers nach Osnabrück in die Bundesliga. Dort wurde Hodges nach zwei Wochen im Training aber nicht weiterverpflichtet: „Sie hatte einfach nicht das Leistungsniveau, das wir erwartet haben“, wurde Osnabrücks damaliger Trainer Stefan Eggers im September 2015 in der dortigen Regionalpresse („NOZ“) zitiert. Der zweite Deutschland-Aufenthalt soll für Hodges nun erfolgreicher verlaufen.ms/tn