Nach elf Jahren wieder dabei

von Redaktion

Samerberger Marcus Burghardt schaut auf deutschen Nachwuchs

Samerberg – Es war der 6. September 2008, als der Samerberger Radprofi Marcus Burghardt in Bremen die damalige Deutschland-Tour mit dem 91. Platz im abschließenden Zeitfahren beendete – damit endete auch die letzte Auflage für zehn Jahre. 2018 wurde die viertägige Etappenfahrt nach langer Pause wieder durchgeführt. Am heutigen Donnerstag startet die nächste Auflage – und Burghardt ist erstmals seit elf Jahren wieder mit am Start.

„Die Deutschland-Tour gehört mittlerweile zum Kalender der ASO – auch Organisator der Tour de France – und wird, wie im Vorjahr, nicht im World-Tour-Kalender geführt, sondern eine Kategorie darunter. Ich persönlich finde das eher positiv. Zum einen ist der World-Tour-Kalender völlig überfüllt. Zum anderen müssen so nicht alle World-Tour-Teams eingeladen werden, sondern man kann deutschen Mannschaften und deren Talenten die Möglichkeit geben, sich auf großer Bühne zu beweisen“, sagt Burghardt, der im Team des Raublinger Profirennstalls Bora-hansgrohe an den Start geht. „Die deutsche Nachwuchsarbeit ist neben staatlichen Institution wie Bundeswehr und Bundesgrenzschutz maßgeblich von deutschen Investoren abhängig, die den U23-Fahrern die Möglichkeit geben können, sich nach der Amateurzeit weiter zu entwickeln. Bei uns im Team Bora-hansgrohe wird das schon lange praktiziert. Aber es ist auch klar, dass die Plätze limitiert sind“, so Burghardt, der zum Auftakt über 167 Kilometer von Hannover nach Halberstadt eine Entscheidung im Massensprint erwartet. „Ich rechne mir auf den folgenden Etappen mit mittelschwerem Klassikerprofil Chancen aus“, erklärt er.re

Artikel 2 von 11