Kart-Weltmeister aus Großkarolinenfeld

von Redaktion

30-jähriger Tobias Laube bei Indoor-Kart-Weltmeisterschaft in den USA erfolgreich

Charlotte/Großkarolinenfeld – Was für ein Erfolg für den 30-jährigen Großkarolinenfelder Tobias Laube: Bei der Indoor-Kart-Weltmeisterschaft im amerikanischen Charlotte (North Carolina) wurde er mit dem deutschen Team Weltmeister im Nations-Cup und in der Teamwertung. Bei der Nationen Wertung gelang ihm dabei sogar mit seinen Teamkollegen die Titelverteidigung vom letzten Jahr. „Es war einfach großartig als Schlussfahrer nach sechs Stunden die Zielfahne als Erster zu sehen, ein unglaubliches Gefühl“, erklärte Laube.

Karrierestart mit sieben Jahren bei der RG Rosenheim

Wie bei den meisten Motorsportlern begann auch seine langjährige Karriere im Kartslalom. Bei der Rallye Gemeinschaft Rosenheim sammelte er im Alter von sieben Jahren erste Erfahrungen im Motorsport. „Es war eine großartige Zeit und ich bin meinen Eltern unheimlich dankbar, dass sie mir das alles ermöglicht haben“, erinnert sich Tobias Laube.

Bis zu seinem 18. Lebensjahr fuhr er auch weiterhin im Slalom, aber auch bei diversen Rennserien im Indoorkartsport. Für die Kartbahn aus Eiselfing fuhr er ab dem Jahr 2004 in der Indoorkartliga und verschiedene 24-Stunden-Rennen.

„Nie gedacht, mit zwei Titeln nach Hause zu fliegen“

International ist der Großkarolinenfelder seit drei Jahren unterwegs. Als Vizemeister der German Indoor Kart Championship, kurz GIKC, löste er sein Ticket für die diesjährige WM in Amerika. Es war seine dritte Weltmeisterschaft und zugleich die erfolgreichste. „Ich hätte nie gedacht, mit zwei Titeln nach Hause zu fliegen“, ist Laube über den großartigen Erfolg immer noch begeistert.

Bei der Einzel-WM belegte er zudem einen sehr starken 7. Platz. In seinen acht Vorläufen holte er einen Sieg, fünf zweite Plätze, einen vierten und einen 12. Platz. „Man muss hier mental sehr stark sein. Im Gegensatz zu allen anderen Rennen sind das hier Sprintrennen über 20 Minuten. Man hat keine Chance, sich auf das zugeloste Kart einzustellen, es geht sofort mit der Qualifikation los. Auf diesem Niveau darf man keine Fehler machen, um weit vorne zu starten und dann mit einer guten Ausgangsposition ins Rennen zu gehen“, erklärt Laube

Mit Platz vier im Halbfinale und Platz zehn im Finale reichte es am Ende nicht ganz für eine Top 5-Platzierung, aber Laube ist dennoch zufrieden: „Mit zunehmender Dauer hatte ich Probleme mit den Gripverhältnissen. Das wurde mir leider am Ende ein bisschen zum Verhängnis, trotzdem bin ich mega happy mit diesem Ergebnis. Hier geht noch ein großer Dank an alle Unterstützer, die mich im Vorfeld und während der WM so tatkräftig supporteten.“

Am Ende reichte es für ihn und seine drei Teamkollegen zusätzlich zur Teamweltmeisterschaft, die sich ein deutsches Team zum ersten Mal sichern konnte.

Auf die Frage, was seine kommenden Ziele sind, antwortete Tobias Laube mit einem Lächeln: „Ganz klar, die WM nächstes Jahr in Portugal.“ re/bz

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