Kolbermoor stürmt in die Final Four

von Redaktion

Zwei souveräne 3:0-Siege ebneten den Weg in das Tischtennis-Pokal-Endturnier

Berlin/Kolbermoor – Berlin scheint für die Tischtennis-Damen des SV DJK Kolbermoor ein gutes Pflaster zu sein. Anfang des Jahres gewann der Bundesligist im Sportforum Hohenschönhausen erstmalig das Final Four-Turnier um die deutsche Pokalmeisterschaft. Am Sonntag fand nur wenige Meter entfernt in der neuen Berliner Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz die Qualifikation für die am 5. Januar 2020 in Pforzheim stattfindende Endrunde statt. Durch souveräne 3:0-Erfolge gegen den Zweitligisten ESV Weil und Erstliga-Rückkehrer TSV Schwabhausen wurde das Ticket auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung mühelos gelöst.

Kolbermoor trat in Bestbesetzung an

„Dass wir fast in Bestbesetzung angetreten sind, zeigt, dass wir keinen Gegner unterschätzt haben und unbedingt nach Pforzheim wollten“, stellte Kristin Lang klar. Mit den Neuzugängen Lily Zhang (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim), Ding Yaping (Frankreich) sowie Kristin Lang und Svetlana Ganina wurden vier der ersten sechs Damen in der Bundeshaupt aufgeboten. „Wir möchten wieder den Pokal holen und diesmal auch noch deutscher Meister werden. Deshalb sind wir in personeller Hinsicht kein Risiko eingegangen.“

Neben dem SV DJK Kolbermoor werden auch der nationale Titelträger TTC Berlin eastside, TV Busenbach und TSV 1909 Langstadt in Pforzheim vertreten sein. Die Auslosung der beiden Halbfinalpartien findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Die international für die USA spielende Lilly Zhang ebnete mit ihrem 3:0-Erfolg gegen Polina Trifonova den Weg zum Sieg gegen das Team aus Weil. Kristin Lang (gegen Vivien Scholz) und Svetlana Ganina (gegen Ievgeniia Vasylieva) behielten jeweils nach drei Sätzen die Oberhand. „Ich bin zufrieden, denn das letzte Mal hatte ich gegen Vivien nur im fünften Durchgang gewonnen“, verriet Lang. „Deshalb habe ich mich diesmal sehr gut auf die Partie vorbereitet.“

In der alles entscheidenden Partie um Platz eins und das Ticket zum Final Four, Schwabhausen hatte sich zuvor gegen Weil mit 3:1 durchgesetzt, gaben die Damen aus Kolbermoor sogar nur einen Satz ab.

Lily Zhang ließ Sabine Winter keine Chance

Im Vergleich zur Weil-Partie kam diesmal die mit 52 Jahren immer noch erstklassige Abwehrspielerin Ding Yaping an der dritten Position zum Einsatz. Die Frau von Buben–Bundestrainer Zhu Xiaoyong hatte im Duell zweier Defensivkünstlerinnen leichtes Spiel. Mit 11:8, 11:9 und 11:4 setzte sich der Neuzugang gegen Alina Nikitchanka durch. Zu diesem Zeitpunkt lag der Titelverteidiger bereits mit 2:0 vorne. Lily Zhang ließ der sieben Jahre in Kolbermoor aktiven Sabine Winter beim 11:9, 11:6 sowie 11:6 nicht den Hauch einer Chance. Anschließend behauptete sich Kristin Lang in vier Durchgängen gegen die vor einer Woche noch für Kroatien bei den Team-Europameisterschaften in Nantes aktive Mateja Jeger.

„Im dritten Satz hielt ich mich nicht an meine Taktik und schon hatte ich das Nachsehen“, ergänzte Kristin Lang. „Ansonsten bin ich aber mit meiner Leistung zufrieden.“

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