Rosenheim – Er gilt als Mister Zuverlässig des TSV 1860 Rosenheim. In der Saison 2018 machte er als Feldspieler 35 von 36 Saisonspielen über die komplette Distanz von 90 Minuten. Seitdem werden die Einsatzzeiten von Max Mayerl ein kleines Stückchen weniger. In der letzten Saison setzte ihn ein komplizierter Sehnenriss im Daumen für mehrere Wochen außer Gefecht – in dieser Saison befindet sich der 28-Jährige immer häufiger in der Rotationsmaschinerie.
Fünf Spiele – 19 Gegentreffer. Für Sie als Defensivspieler muss dies eine Tortur sein, oder?
Wir bekommen in den letzten Wochen eindeutig zu viele einfache Gegentore. Das Paradoxe dabei ist, dass wir in der Defensive nahezu mit einem identischen Kader agieren wie die letzten Jahre. Heißt: Eigentlich würden wir wissen, wie es geht. Wenn sich jedoch nach solchen – teilweise herben – Niederlagen das Selbstvertrauen nicht auf Normaltemperatur befindet, wird es einfach schwer. Wir wollen aber jetzt endlich den Hebel wieder umlegen.
Mit welchen Mitteln wollen Sie das erreichen? Immerhin kommt mit dem VfB Eichstätt ein Topteam der Liga.
Mit Training – wie in jeder anderen Sportart auch. Wir haben erkannt, dass wir auf den Flügeln besser und geordneter stehen müssen. Darauf haben wir in dieser Woche das Augenmerk gelegt. Außerdem kommen mit Matthias Heiß und Nikolaj Madsen zwei Spieler immer mehr in ihren Rhythmus, die viel kommunizieren und im Zentrum solide dagegenhalten können. Eichstätt ist heimstark und deshalb ein ganz schwieriger Gegner. Die Liga beweist jedoch Woche für Woche, dass auch unerwartete Ergebnisse zustande kommen können. Wir konnten das in Nürnberg beweisen.
Für Sie persönlich ist diese Saison in puncto Spielzeit eher schwierig, oder wie würden Sie es einschätzen?
Ich habe in dieser Saison in der Tat weniger Spielzeit als in den vergangenen Jahren. Wie jeder andere Spieler auch, will auch ich immer so viel wie möglich spielen. Ich persönlich werde mich auf alle Fälle dieser für mich neuen Situation stellen. Das bedeutet in erster Linie, im Training und in den Spielen immer Vollgas zu geben. In der derzeitigen Situation geht es aber auch nicht darum, welche Einzelspieler spielen, sondern wie wir als Team agieren.
Derzeit rangieren Sie mit Ihrem Team auf einem Abstiegsplatz. Was wird diese Saison dem TSV 1860 noch bringen?
Es wird sicherlich keine leichte Saison. Für uns geht es derzeit nur um den Klassenerhalt. Dazu wäre es gut, demnächst eine kleine Serie zu starten. Ich bin definitiv davon überzeugt, dass unser Kader gut genug ist, um in der Regionalliga Bayern zu bestehen.Interview: Pointvogel