Eichstätt – Die sieglose Serie des TSV 1860 Rosenheim hält weiter an: Die Truppe um Trainer Thomas Kasparreti bleibt nach dem 1:1-Unentschieden beim VfB Eichstätt auch im sechsten Spiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. In einer mäßigen Partie hatte Georg Lenz zehn Minuten vor dem Ende die Eichstätter Führung durch Fabian Eberle ausgeglichen. Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung, wobei ein Remis beim Vizemeister für die Sechziger durchaus ein achtbares Resultat ist.
Das sah auch Kasparetti, der auf seinen gelb-gesperrten Spielführer Christoph Wallner verzichten musste, so. Er sagte: „Ich bin mit dem Remis zufrieden. Wenn das vor dem Spiel jemand gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben. Wir hatten keine einfachen Wochen hinter uns, haben aber gut trainiert. Mit etwas mehr Spielglück wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Der Punktgewinn war absolut verdient.“
Vor 620 Zuschauern und spätsommerlichen Temperaturen hatten die Rosenheimer die ersten Torchancen zu verzeichnen. Nach einem weiten Einwurf von Moritz Moser war Luftetar Mushkolaj (8.) zum Abschluss gekommen, die Kugel ging aber knapp am Pfosten vorbei. Und nur zwei Minuten später tauchte Mushkolaj erneut vor VfB-Keeper Felix Junghan auf. Junghan war beim Schuss dran und so verlor der Ball an Fahrt und VfB-Verteidiger Lucas Schraufstetter konnte die Situation entschärfen. Nach dieser guten Anfangsphase der Gäste gelang dem VfB Eichstätt mit seiner ersten echten Torchance gleich das überraschende 1:0. Schön von Christian Heinloth in Szene gesetzt, besorgte Torjäger Fabian Eberle (14.) per Kopf den Führungstreffer. Vorausgegangen war ein Ballgewinn von Philipp Federl, der in unnachahmlicher Art im Mittelfeld mit einem Pressschlag den Zweikampf für sich entschied – und damit den Angriff überhaupt erst ermöglichte. Der VfB hatte die Partie fortan weitestgehend im Griff, konnte sich aber keine nennenswerten Möglichkeiten erspielen. Das lag daran, weil die 1860-Abwehr gut organisiert war, clever verschob und die Räume eng machte. Nur einmal – nach einem schnellen Vorstoß der Hausherren – wurde es brenzlig, doch da rettete Robert Köhler vor VfB-Angreifer Atdhedon Lushi in höchster Not zur Ecke. Das war es dann aber beider-seits schon mit den Höhepunkten.
Auch der zweite Durchgang bot fußballerische Magerkost – zumindest, was die Torchancen betraf. Denn damit geizten die beiden Teams nach wie vor. Die Rothemden aus Rosenheim waren trotz alledem die aktivere Mannschaft und mühten sich um den Ausgleichstreffer. Ab einer Viertelstunde vor Schluss wurden die Offensivbemühungen immer stärker – und letztendlich belohnten sich die Gäste in der 80. Minute für ihren Aufwand. Zwar konnte Junghan kurz zuvor einen Schuss von Nicolaj Madsen noch bravourös entschärfen, doch schon beim nächsten Spielzug war Georg Lenz nach einem Freistoß zur Stelle und köpfte zum gerechten 1:1-Endstand ein.
„Insgesamt war es kein Spiel auf hohem Niveau. In der ersten Halbzeit hatten wir leichte Vorteile und das 1:0 sollte uns eigentlich Sicherheit geben. Doch meine Mannschaft ging auf dem Zahnfleisch daher. Vermut-lich hat die ,Englische Woche‘ mehr Kraft gekostet, als wir dachten. So konnten wir danach nicht mehr zulegen. Deshalb geht das Ergebnis am Ende in Ordnung“, bilanzierte der Eichstätter Trainer Markus Mattes.
Für den TSV 1860 Rosenheim geht es bereits am Freitag (19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Tabellen-15. VfR Garching weiter. Im „verflixten siebten Spiel“ nach dem letzten Punktspielsieg soll es dann im Kellerduell endlich wieder mit einem dreifachen Punktgewinn klappen.
TSV 1860 Rosenheim: Goia, Köhler, Heiß (ab 89. Merdan), Lenz, Sattelberger, Moser, Madsen, Hölzl, Majdancevic, Demolli, Mushkolaj (ab 66. Neumeier).
Schiedsrichter: Stein (Homburg).
Zuschauer: 620.
Tore: 1:0 Eberle (14.), 1:1 Lenz (80.).