Im Gegensatz zur Saison 2017/18, der ersten Saison nach dem Abstieg in die Oberliga Süd, muss man die vergangene, die zweite in dieser Liga, wohl als Enttäuschung bezeichnen. Der Kader der Starbulls Rosenheim wurde aufgerüstet (zusätzlich noch während der Saison) und zählte diesmal nicht zu Unrecht zu den Topfavoriten – und dennoch war kein Fortschritt zu erkennen. In der Tabelle abgerutscht (Rang vier aufgrund des Riesserseer Ausscheidens, also eigentlich Rang fünf, im Gegensatz zum zweiten Platz 2017/18), im Viertelfinale wie im Jahr davor gegen denselben Gegner, die Hannover Scorpions, gescheitert: Frust pur!
Das begann schon bei der Beständigkeit. Eine einzige starke Serie hatte man relativ früh in der Saison, als man von Anfang November bis Anfang Dezember fünf Auswärtsspiele in Folge gewinnen konnte. Das war‘s aber auch schon mit den Positiv-Serien. Im Gegensatz dazu stand ein wirklicher Monat zum Abgewöhnen, der kurz vor Weihnachten begann und bis Mitte Januar sechs Niederlagen beziehungsweise sechs Auswärts-Niederlagen am Stück brachte. Der Aufschwung, der danach wieder einsetzte, blieb ohne Wirkung, weil eben wie erwähnt die Konstanz fehlte, um verlorenen Boden zurückzugewinnen.
Anders als in der Spielzeit davor, als man Miesbach und zweimal Regensburg zweistellig deklassierte, waren die höchsten Siege diesmal zweimal 7:0 (Waldkraiburg und Memmingen) sowie 8:1 gegen Höchstadt. Dem gegenüber standen allerdings einige Tiefpunkte: Das 2:10 in Regensburg war die höchste Oberliga-Niederlage und egalisierte die 2:10-Niederlage gegen Ravensburg aus dem Jahr 2006, das 1:6 gegen Selb war die zweithöchste Heimniederlage der Rosenheimer Oberliga-Historie. Dazu kamen Zu-Null-Niederlagen in Landshut und Selb, die ersten seit dem Abstieg vor zwei Jahren.
Individuell gab es kleine positive Serien. So gelangen Dusan Frosch Serien von sieben Spielen mit Assists (Rang vier in der „Ewigen“) beziehungsweise elf Spielen mit Scorerpunkten (Rang fünf). Kapitän Michael Baindl schoss einmal Tore in vier aufeinanderfolgenden Matches, was vor ihm in sieben Jahren Oberliga nur acht Starbulls geschafft hatten. Viteszlav Bilek egalisierte im Saisonauftaktspiel gegen Memmingen Tobi Draxingers Rekord aus dem Vorjahr, als er viermal einnetzte. Dominik Daxlberger und Michael Baindl hatten Spiele mit vier Assists, Bilek und Baindl mit fünf Scorerpunkten. Beides hatten zuvor schon zehn Starbulls geschafft.
Bemerkenswert waren die drei Treffer binnen 1:27 Minuten durch Matthias Bergmann und zweimal Tom Pauker beim 6:3 in Memmingen und Alexander Höllers Tor nach zehn Sekunden des letzten Drittels beim 8:1 gegen Höchstadt. Beides wurde davor nur ein einziges Mal von den Starbulls in der Oberliga getoppt. Ein besonderes Highlight gelang gegen Höchstadt Chase Witala: ein Hattrick in weniger als dreieinhalb Minuten.em