Gegen 2177 DEL-Spiele

von Redaktion

Starbulls gastieren heute, Mittwoch, in Deggendorf

Rosenheim – Thomas Greilinger (38 Jahre), Christoph Gawlik (32), René Röthke (37), dazu der Deutsch-Kanadier Andrew Schembri (36), der Kanadier Curtis Leinweber (31) und US-Boy Kyle Osterberg (25) – das ist Offensiv-Power pur, was der Eishockey-Oberligist Deggendorf heute, Mittwoch, 20 Uhr, im Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim aufzubieten hat. Natürlich sind fünf dieser sechs Spieler teilweis weit über 30 Jahre alt, was aber nicht vor Leistung schützt.

„Sonst bestrafen dich diese Spieler“

„Diesen Spielern darf man weder Zeit noch Raum geben. Da muss unsere Defensivleistung zu 100 Prozent stimmen, ansonsten bestrafen dich diese Spieler“, weiß Rosenheims Eishockey-Trainer John Sicinski, der zwar auch erfahrene Akteure in seinen Reihen hat, die aber zumindest was DEL-Spiele und Skorerpunkte in der höchsten deutschen Liga betrifft in keinster Weise mithalten können. Die beeindruckenden Statistiken der drei deutschen Akteure: Thomas Greilinger 834 DEL-Spiele (285 Tore/358 Assists/ zusammen 643 Skorerpunkte). Christoph Gawlik 567 DEL-Spiele (114/154/268) und Rene Röthke 776 DEL-Spiele (105/144/249).

Das sind Zahlen, die schon Furcht einflößen können, doch davon will Sicinski, der mit Deggendorf in der Saison 2017/2018 von der Oberliga in die DEL 2 aufgestiegen ist, nichts wissen. Respekt habe man, ja, aber die Rosenheimer verlassen sich auf ihre Stärken und die heißen mannschaftliche Geschlossenheit, gute Defensivarbeit, zielstrebige Offensivaktionen und taktische Disziplin. Können die Rosenheimer ihre Tugenden einbringen ist genauso wie am Sonntag in Garmisch punktemäßig etwas drin.

Dabei stört es Trainer John Sicinski auch nicht, dass acht der bisher erzielten zehn Tore auf das Konto der Reihe um Michael Baindl, Kevin Slezak und Alexander Höller geht. „Wenn wir gewinnen, ist es mir egal, wer die Tore schießt und es ist ja nicht so, dass sich die anderen Reihen keine Chancen herausspielen. Außerdem haben Daniel Bucheli und Josh Mitchell in den ersten beiden Spielen wichtige Tore erzielt“, erklärte Sicinski, der in Deggendorf auf Michael Baindl verzichten muss. Der Kapitän ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Riessersee automatisch für eine Partie gesperrt. Für Baindl rückt Daniel Bucheli in die erste Sturmreihe.

Dass die Partie zwischen dem Zweitliga-Absteiger Deggendorf und den Starbulls ein Spitzenspiel wird, stand schon vor dem Saisonstart fest, nach zwei Spieltage belegt das auch die Tabelle. Deggendorf führt mit sechs Punkten und 10:4 Tore vor dem Überraschungsteam aus Füssen das Tableau an und an dritter Stelle stehen die Starbulls mit ebenfalls 10:4 Toren und fünf Zählern.

Eine echte Standortbestimmung also für beide Teams, wobei nicht nur wegen des Heimvorteils die Favoritenrolle bei den Gastgebern liegt, sondern auch wegen der vielen DEL-erfahrenen Spieler. bz

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