Tolle Aufholjagd wird nicht belohnt

von Redaktion

EISHOCKEY-OBERLIGA Starbulls machen in Deggendorf aus 0:4 ein 4:4, verlieren aber 4:6

Deggendorf – Hauchdünn sind die Starbulls Rosenheim an einem Punktgewinn bei DEL2-Absteiger Deggendorfer SC vorbei geschrammt. In einer spannenden Partie am dritten Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd lagen die Rosenheimer nach 20 Minuten bereits mit 0:4 in Rückstand, kämpften sich bis Mitte des Schlussabschnitts zum 4:4 heran, doch dann kam Thomas Greilinger.

Der Gastgeber begann wie die Feuerwehr und übte von der ersten Sekunde weg Druck auf die Starbulls aus. Bereits nach 94 Sekunden bugsierte René Röthke den Puck zum 1:0 in das Tor. Thomas Greilinger erhöhte nach Vorarbeit von Kyle Osterberg in der elften Spielminute auf 2:0. Kurios war der dritte DSC-Treffer: Dominik Daxlberger fälschte eine Hereingabe von Andrew Schembri unhaltbar für Lukas Steinhauer ab, von dessen Schulter trudelte der Puck in das Tor. Sieben Sekunden vor dem ersten Pausenpfiff sorgte Röthke für das 4:0, der im Slot den Puck ins kurze Eck an Steinhauer vorbeischoss. Es war aber nicht so, dass Rosenheim völlig ohne Tormöglichkeiten war. Nur zeigte man sich im Abschluss nicht so konsequent wie sein Gegenüber und scheiterte immer wieder an David Zabolotny.

Für Steinhauer war nach dem ersten Drittel Schluss, fortan stand Luca Endres zwischen den Pfosten. Rosenheim kam deutlich besser aus der Kabine. Allerdings kam im Mitteldrittel auch kaum Spielfluss auf, alleine acht der 16 Strafzeiten wurden in den zweiten 20 Minuten ausgesprochen. Obwohl Rosenheim 20 Torschüsse verzeichnen konnte, fiel nur ein Treffer: Josh Mitchell fälschte im Slot eine Höller-Hereingabe zum Anschlusstreffer ab – da waren die Starbulls mit zwei Mann mehr auf dem Eis.

Im Schlussabschnitt traf Alexander Höller nach knapp drei Minuten und sorgte somit nochmals für Spannung. Knapp drei Minuten später traf Kevin Slezak frech aus spitzem Winkel, und Rosenheim war wieder dran. Höller mit seinem zweiten Treffer per Alleingang stellte die Partie endgültig auf den Kopf (48.). Die Starbulls hatten nun die Vorteile auf ihrer Seite – bis zur 50. Minute. In Rosenheimer Überzahl traf Thomas Greilinger mit einem Hammer zur erneuten Hausherren-Führung. In der Schlussphase riskierten die Gäste noch einmal alles, doch Deggendorfs Marcel Pfänder traf eine Minute vor Spielende zum 6:4-Endstand.

„Wir haben das Spiel im ersten Drittel verloren“, gestand Starbulls-Trainer John Sicinski an alter Wirkungsstätte ein: „Wir hatten zu viel Respekt vor den Deggendorfern, die konnten machen, was sie wollten. Danach war es das Eishockey, das wir spielen wollen. Wir kämpften uns zurück, hatten das Momentum auf unserer Seite. Der Treffer von Greilinger war dann der Knackpunkt im Spiel. Wir waren nah dran.“

Statistik: Deggendorfer SC – Starbulls Rosenheim 6:4 (4:0, 0:1, 2:3). Tore: 1:0 (2.) Röthke/Schembri, Leinweber, 2:0 (11.) Greilinger/Osterberg, Döring, 3:0 (17.) Schembri/Kischer, Leinweber, 4:0 (20.) Röthke/Greilinger, Seidl – PP1, 4:1 (29.) Mitchell/Fröhlich, Höller – PP2, 4:2 (43.) Höller/Bucheli, Vollmayer, 4:3 (46.) Slezak/Höller, Bucheli, 4:4 (48.) Höller/Draxinger, Krumpe, 5:4 (50.) Greilinger/Pfänder – SH1, 6:4 (60.) Pfänder/Röthke, Osterberg – ENG; Schiedsrichter: Wohlgemut; Strafminuten: Deggendorf 18, Rosenheim 14; Zuschauer: 2309.

Am Freitag nächstes Heimspiel gegen Selb

Für die Starbulls geht es nun gleich Schlag auf Schlag weiter: Am heutigen Freitag um 19.30 Uhr steht das zweite Heimspiel der laufenden Saison auf dem Plan. Dann kommen die Selber Wölfe ins Rofa-Stadion. Mit dem Kanadier Ian McDonald (111 Punkte) und dem Deutsch-Kanadier Landon Gare (86) stürmen die beiden mit Abstand erfolgreichsten Selber Scorer der Vorsaison auch in dieser Spielzeit wieder für die Oberfranken. Dennoch ist der Start in die Saison nicht gelungen, zunächst unterlag man bei Aufsteiger Füssen, dann gegen Absteiger Deggendorf. Am Mittwoch gab es die ersten Punkte durch einen 4:3-Heimsieg nach Penaltyschießen über den SC Riessersee. Am Sonntag gastieren die Starbulls dann ab 18 Uhr bei den Eisbären Regensburg.

Artikel 1 von 11