Kolbermoor – Auf den vorderen Plätzen in der Tischtennis-Weltrangliste im Erwachsenenbereich hat sich im Oktober nicht viel getan.
Die vergangene Spielzeit endete bei den Herren mit einer Dominanz der chinesischen und japanischen Spieler. Ähnlich präsentiert sich das Bild bei den Damen. Nur im Jugendbereich waren gelegentlich europäische Akteure vorne zu finden. So wie die alte Saison endete, so begann auch die neue – auch wenn es über die Sommermonate doch die eine oder andere Verschiebung gab. Bei den Herren findet man nun an Position sechs den Brasilianer Hugo Calderano und dahinter Deutschlands derzeit besten Akteur Timo Boll auf Rang sieben. Bei den Damen ist es die Österreicherin Sophia Polcanova auf Rang 16. Petrissa Solja vom deutschen Spitzenklub Berlin wird auf Platz 21 geführt. Danach sind weitere deutsche Spielerinnen zu finden, die auf alle Fälle zur erweiterten Weltspitze zählen. Rang 78 nimmt dabei die bis letzte Saison in Kolbermoor spielende Sabine Winter ein. Auf Rang 180 findet man Kristin Lang. Die Physiotherapeutin ist zwar im Gegensatz zum September um zwei Plätze nach hinten gerutscht, darf sich aber immerhin noch für 2005 Punkte freuen. Ihre Platzierung kann insofern als sehr gut bezeichnet werden, weil Kindes das Training um einiges reduziert hat. Etwas erfreulicher sieht es da schon bei Jia Liu aus. Die Austro-Chinesin führt beim Bundesligisten SV DJK Kolbermoor die Mannschaftsmeldung an. In der Weltrangliste kann sie sich immerhin – obwohl auch sie einen Platz verlor – über Rang 64 freuen. Ihr Punktekonto, das jetzt 4450 Zähler umfasst, besserte sie zuletzt bei der Europameisterschaft in Nantes ein wenig auf.
Am besten aller Kolbermoorer Bundesligaspielerinnen steht Lily Zhang da. Die Amerikanerin, die zugleich zweitbeste Spielerin ihres Landes ist, überzeugte zuletzt bei den panamerikanischen Spielen in Asuncion, als sie im Finale die Brasilianerin Bruna Tovaneski schlug. Dieser Erfolg und die gute Platzierung im Teambewerb brachte ihre eine stattliche Anzahl von Punkten ein. Mit 5600 Zählern liegt sie nun auf Rang 49 und hat sich im Gegensatz zum Vormonat um sechs Plätze verbessert.
Im Jugendbereich hat die heimische Tischtennisszene trotz der Stärken der ausländischen Akteure einige heiße Eisen im Feuer. Felix Wetzel beispielsweise, der sich dem österreichischen Bundesligisten TTC Wiener Neustadt zu Saisonbeginn angeschlossen hat, hält in der Altersklasse U 18 nun auf Rang 175. Dies ist ein Abstieg um 36 Plätze im Gegensatz zum September. In der gleichen Altersklasse steht Mike Hollo vom SV Riedering mit 708 Punkten schon sehr gut da. Der sechstbeste Spieler dieser Altersklasse, der bei zuletzt bei den Croatia Open etwa 450 Zähler holte, stieg um 189 Plätze nach oben. In seiner eigentlichen Altersklasse, der U 15, ist er nach wie vor bester deutscher Spieler, obwohl er drei Plätze verlor und nun auf Position 22 geführt wird. Sein Zwischenergebnis, das er noch verbessern möchte, liegt derzeit bei 4716 Punkten. Der Kolbermoorer Luis Kraus steht in der gleichen Altersklasse auf Rang 697.
Bei den Mädchen überzeugt der SV DJK Kolbermoor mit sehr gutem Nachwuchs. Das beste Beispiel ist Anastasia Bondareva. Sie ist hinter der Ex-Kolbermoorerin Laura Tiefenbrunner viertbeste deutsche Spielerin. Sie hat bei den Croatia Open einen sehr guten Eindruck hinterlassen und sich im Vergleich zum letzten Jahr um 42 Plätze gesteigert. Mit 3311 Punkten nimmt sie in der Weltrangliste nunmehr Platz 29 ein. In der Altersklasse U 18 wird auf Naomi Pranjkovic geführt. Die Kolbermoorerin, die erst vor wenigen Tagen beim Europe-Top-10 Turnier im niederländischen Noordwij Siebte wurde, steigt mit Rang 232 und 676 Punkten ein. Zur erweiterten Weltspitze zählt sie allerdings in der U 15. Als zweitbeste deutsche Spielerin wird sie mit 3821 Zählern auf Rang 33 notiert. Sie verlor zwar elf Plätze, allerdings absolvierte sie hier ihr letztes Turnier im Juli. Ihre Vereinskollegin Laura Kaim (1197 Punkte) hat sechs Ränge verloren (Platz 127) wieder. Allerdings bestritt sie seit April keine Turniere. eg