Rosenheim – Füssen gegen Rosenheim – das war viele Jahre ein heißes Eishockey-Duell: In der Bundesliga und in den 2000er-Jahren in der Oberliga, bis Füssen lange in der Versenkung verschwunden ist. Doch jetzt sind die Allgäuer wieder da – und wie. Am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, gastieren die Starbulls in Füssen.
Nach 17 Minuten 0:5 im Rückstand
Der Aufsteiger startete fulminant in die Saison, landete drei Siege in Folge, doch am letzten Wochenende kassierte der Traditionsverein seine ersten beiden Niederlagen: 1:2 in Höchstadt und 4:8 im Heimspiel gegen Weiden. Das Ergebnis überraschte, denn gerade Weiden bot beim Gastspiel in Rosenheim zum Saisonauftakt eine eher überschaubare Leistung. Aber Füssen verschlief das erste Drittel total und lag nach 17 Minuten mit 0:5 (!) im Rückstand. Das wird dem Aufsteiger sicher kein zweites Mal passieren und schon gar nicht gegen Rosenheim. „Füssen dürfen wir nicht unterschätzen. Sie sind laufstark und sie spielen mit vier Reihen. Was ihnen fehlt, ist die Erfahrung“, erklärte StarbullsCoach John Sicinski.
Letztes Duell mit Füssen 2011
Das letzte Duell der beiden Mannschaften liegt acht Jahre zurück, als man sich am 16. November 2011 im DEB-Pokal traf. Von den damaligen Torschützen sind auch aktuell noch zwei Spieler mit dabei: Bei Rosenheim Michael Baindl, inzwischen Kapitän des Teams, und bei Füssen der unverwüstliche Eric Nadeu, der inzwischen 45 Jahre alt ist. Das Spiel endete nach einem 1:3-Rückstand mit einem 6:3-Sieg für Rosenheim, bei dem neben dem zweifachen Torschützen Baindl auch noch Dominic Auger (2), Stephan Gottwald und Mitch Stephens trafen. Im Starbulls-Tor stand Norm Maracle und Topspieler war Corey Quirk.
Spieler eines solchen Kalibers haben die Starbulls zwar aktuell nicht im Team, aber gerade die Sturmreihe mit Michael Baindl, Alexander Höller und Kevin Slezak überzeugt auf der ganzen Linie. Auch Josh Mitchell kommt immer besser in Schwung und ist mit neun Assists ligaweit der beste Vorlagengeber. Seine Übersicht ist hervorragend, die Pässe vor allem auch in Überzahl kommen punktgenau. „Josh ist seit Saisonbeginn immer besser geworden, er ist auf dem Eis präsent und macht das, was wir von ihm erwarten konnten“, lobt Sicinski den Kanadier, der jetzt allerdings auf seinen Sturmpartner Michael Fröhlich verzichten muss. Der Stürmer, der gegen Selb sein erstes Saisontor nach herrlichem Querpass von Mitchell erzielte, verletzte sich in Regensburg schwer im Gesicht und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Fröhlich bekam eine Scheibe an den Kopf und schied mit Oberkiefer- und Nasenbeinbruch aus. „Er wird am Freitag operiert und wird uns wohl vier bis sechs Wochen fehlen“, sagt Sicinski, der aber auch eine positive Nachricht für die Fans hat: „Fabian Zick hat in dieser Woche voll mittrainiert und wenn er nächste Woche beschwerdefrei ist, wird er auch spielen.“
Für Michael Fröhlich rückt der Tscheche Viteszlav Bilek (bisher null Scorerpunkte) in die Reihe neben Dominik Daxlberger und Josh Mitchell. Nach seiner „Denkpause“ gegen Selb durfte Bilek in Regensburg wieder ran, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. „Eigentlich müsste diese Reihe für Tore sorgen. Ich werde das beobachten und hoffe für Bilek, dass bei ihm der Knoten platzt“, erklärte Sicinski.
Am Sonntag, 17 Uhr, Heimspiel
Am Sonntag, 17 Uhr, gastiert der EC Peiting, derzeit mit acht Zählern punktgleich mit den Starbulls, in Rosenheim. „Die Peitinger haben einige wichtige Spieler verloren und müssen zudem mit Feuerecker und Morris auf zwei Leistungsträger verzichten. Trotzdem haben sie immer noch eine gute Mannschaft“, weiß der Starbulls-Coach, der aber unbedingt den nächsten Heimsieg und am liebsten sechs Punkte am Wochenende holen will. bz