Rosenheim – Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille überraschte die Leichtathletin Kerstin Esterlechner vom Lauffeuer Chiemgau aus Rosenheim bei den 19. Berglauf-Weltmeisterschaften in Gagliano del Capo/Italien.
Kerstin Esterlechner blickte bereits vor diesen Weltmeisterschaften auf eine sehr erfolgreiche Saison am Berg zurück, denn bereits im Juni eroberte die im Einzel und im Team den Europameistertitel im tschechischen Johannesbad. Mit diesen Top-Erfolgen im Gepäck trainierte die Eggstätterin nun auch eisern auf die Weltmeisterschaften im südostitalienischen Gagliano del Capo hin. Dort erwartete die 38-Jährige eine extrem schwere Strecke von 10,9 Kilometer mit 496 Höhenmeter. Nach dem Startschuss ging es über ein knapp 400 Meter langes Straßenstück und dann extrem steil über holprige, unbefestigte Wege nach oben. Die späteren Auf- und Abpassagen erforderten ebenfalls enorm viel Kondition und Konzentration. „Ich wusste, dass die Strecke anstrengend werden würde, aber es hat das fast noch übertroffen“, verriet Esterlechner, denn neben den läuferischen Strapazen herrschten auch noch extrem heiße Temperaturen von fast 30 Grad Celsius.
Eisern kämpfte sie deshalb bis zum Schluss – und wurde im Ziel redlich dafür belohnt. Mit ausgezeichneten 1:05:25 Stunden überraschte Kerstin Esterlechner schließlich mit der begehrten Bronzemedaille bei den Frauen W35. Damit musste sie nur Charlotte Cotton aus Belgien mit 1:01:10 Stunden und der Italienerin Paola Bernardo mit 1:04:57 Stunden (2.) den Vortritt lassen. Allen Grund zur Freude hatte die Lauffeuer-Athletin auch bei der Siegerehrung der Mannschaften in der Klasse der Frauen W35: Zusammen mit Vivien Never von der SG Adelsberg (7.) wurde Kerstin Esterlechner neue Vize-Weltmeisterin hinter den Gastgeberinnen aus Italien. Für die Eggstätterin runden diese Medaillen nun eine perfekte Berglauf-Saison ab und formen sie sogar zur erfolgreichsten regionalen weiblichen Athletin des Jahres 2019. stl