Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat am vergangenen Samstag sein 100. Fußballjahr zelebriert, aber ab sofort geht es wieder um wichtige Punkte in der Regionalliga Bayern. Der Gegner im kommenden Heimspiel heißt für den Tabellen-Fünfzehnten: SpVgg Greuther Fürth II. Angepfiffen wird das Spiel im Jahnstadion um 14 Uhr. Von Ende August bis Anfang September hatte der TSV 1860 Rosenheim eine ganz schwierige Phase. Es gab vier Niederlagen aus fünf Partien – und viele Gegentore. Anschließend legte TSV-Trainer Kasparetti den Fokus wieder mehr auf die defensive Stabilität, es stellte sich als wichtig heraus. Seitdem gab es aus den letzten vier Ligapartien zwei Remis, einen Sieg und eine Niederlage, was im Kampf um den Klassenverbleib kein schlechter Schnitt ist.
Noch besser dürfte dem 35-jährigen Coach wohl der Gegentrefferschnitt von 1,25 Toren pro Spiel gefallen. „Wir sind momentan nicht schlecht in Fahrt. In den letzten Begegnungen haben wir es geschafft, unnötige Fehler abzustellen, als Team gemeinsam die Defensive nicht zu vernachlässigen und in der Restverteidigung sicher und konsequent zu arbeiten“, so sein Zwischenfazit. Außer des verletzten Alexis Fambo kann der TSV 1860 Rosenheim personell aus dem Vollen schöpfen. Da auch Matthias Heiß nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder ins Team zurückkehrt, hat Kasparetti die Qual der Wahl. Vor allem im Abwehrverbund wären taktische Umstellungen denkbar, da sich mit Heiß, Wallner sowie Lenz drei herausragende und nun auch spielfitte Verteidiger im Kader der Rosenheimer befinden.
Greuther Fürth II ist wie jedes Team eines Nachwuchsleistungszentrums sehr schwer zu bewerten. Unterschiedliche Kaderverstärkungen aus dem Profibereich und diverse Anpassungsschwierigkeiten im Herrenbereich machen eine Analyse nahezu unmöglich. Was jedoch alle Teams aus dem Bundesliga-Nachwuchs gemein haben, sind gute Qualitäten im Passspiel, schnelle Spieler mit idealen athletischen Fähigkeiten sowie ein schnelles Umschaltspiel. TSV-Coach Kasparetti attestiert den Franken weiterhin noch ein „sehr hohes, jedoch nicht permanentes Pressing“ und „mit Daniel Adlung einen wichtigen Schlüsselspieler“. Der Ex-Löwe ist nicht nur verlängerter Arm von Petr Ruman, sondern auch der Taktgeber im zentralen Mittelfeld, an dem sich die jungen Wilden orientieren sollen. mpo