SBR will den vierten Sieg in Folge

von Redaktion

Rosenheimer Fußball-Landesligist spielt in Holzkirchen – Ampfing gastiert in Karlsfeld

Rosenheim – Bisher war der Fußball-Landesligist Sportbund DJK Rosenheim in dieser Saison meist in der komfortablen Situation als Underdog seine Gegner überraschen zu können oder unterschätzt zu werden.

Doch seit die Grün-Weißen am letzten Wochenende den dritten Sieg in Folge einfuhren und den TSV Eintracht Karlsfeld durch einen 2:1-Heimsieg von der Tabellenspitze stürzten, dürfte kein Verein der Landesliga Südost diesen Fehler nochmals begehen. Der kommende Gegner TuS Holzkirchen, am Sonntag, 14 Uhr, Gastgeber des SBR, ist vorgewarnt.

Für den TuS Holzkirchen steht einiges auf dem Spiel. Nach gutem Saisonstart mit sieben Punkten aus den ersten drei Saisonspielen, folgten sechs Niederlagen am Stück und der Absturz auf Relegationsplatz 15. Jens Eckl musste den Trainerposten räumen und der Sportliche Leiter Jozo Ereiz übernahm zusätzlich das Traineramt beim TuS. Seit seiner Amtsübernahme Anfang September geht es beim Bayernligaabsteiger aber wieder bergauf, fünf Siege, darunter in Erlbach und gegen Freising, ein Unentschieden und drei Niederlagen, führten Holzkirchen vom Relegationsrang weg. Nach der Auswärtsniederlage in Grünwald am letzten Spieltag steht der TuS aber wieder unter Zugzwang.

Zum insgesamt fünften Mal stehen sich beide Mannschaften in diesem Kalenderjahr bereits gegenüber. Zwei Vorbereitungsspiele und ein Spiel im Verbandspokal konnte der Sportbund für sich entscheiden. Doch ausgerechnet beim Landesliga-Duell in der Hinrunde patzten die Grün-Weißen zuhause. Der SBR muss erneut auf seinen Torjäger Marko Dukic verzichten. Dass es auch ohne ihn geht, hat das letzte Wochenende gegen Karlsfeld gezeigt.

Ampfing vor schwerer Auswärtshürde

Vor einer anspruchsvollen Aufgabe steht der TSV Ampfing am Sonntagabend: Zu ungewohnter Zeit um 17 Uhr müssen die Schweppermänner beim Tabellenzweiten TSV Eintracht Karlsfeld antreten.

„Das wird mit Sicherheit eine ganz schwere Aufgabe“, so Ampfings Technischer Leiter Günther Sabinsky, der den kommenden Gegner als sehr spielstarke und homogene Mannschaft beschreibt. „Karlsfeld kommt sehr viel über den Ballbesitz. Sie spielen sehr geduldig, sind sehr kombinationssicher und haben vorne mit Andre Gasteiger einen echten Knipser.“ Genau über diese Qualitäten sind die Schweppermänner bereits im Hinspiel gestolpert, als man im ersten Heimspiel nach dem Aufstieg mit 1:2 den Kürzeren zog. „Da haben sie schon angedeutet, dass sie in dieser Saison ganz vorne mitspielen können“ zeigt sich Sabinsky zum einen von der Spielstärke, zum anderen aber auch von der Cleverness und Kaltschnäuzigkeit der Karlsfelder beeindruckt. „Obwohl wir bis weit in die zweite Halbzeit mit 1:0 in Führung lagen, ist der Gegner nie nervös geworden. Die haben ihren Matchplan bis zum Schluss unbeirrt durchgezogen und letztlich auch verdient gewonnen.“

Dennoch sieht Ampfings Technischer Leiter seine Elf nicht chancenlos, was er vor allem der guten Arbeit von Klaus Seidel zuschreibt. „Klaus hat in den zwei Monaten, die er jetzt bei uns ist, schon sehr viel bewegt. Die Mannschaft präsentiert sich mittlerweile ganz anders als noch zu Saisonbeginn“, ist Sabinsky voll des Lobes über den neuen Trainer. „Er hat es geschafft, der Mannschaft seinen Stempel aufzudrücken. Schnelles, schnörkelloses Spiel, geradlinig mit hohem Tempo, es macht wieder richtig Spaß, unserer Mannschaft zuzusehen.“

Töging unter Erfolgsdruck

Der FC Töging steht am Samstag (14 Uhr) in seinem vorletzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den Vorletzten ASV Dachau gehörig unter Druck. Zu ernüchternd waren die Ergebnisse im Oktober, zu enttäuschend war der Auftritt vor einer Woche beim abstiegsbedrohten Lokalrivalen TSV Ampfing.

FC-Trainer Mario Reichenberger las nach dem 4:5 in Ampfing und dem zwischenzeitlichen 0:4 seinem Team öffentlich die Leviten und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Gerade gegen Teams aus den unteren Tabellenregionen würden es seine jungen Spieler an der nötigen Einstellung fehlen lassen. Die Folge: Im Oktober gelang seinem Team in fünf Spielen kein Sieg mehr. Zwei Unentschieden waren das höchste der Gefühle. Gegen Landshut, Rosenheim und Ampfing setzte es Niederlagen. Die gute Herbst-Serie ist damit fast schon wieder egalisiert. Töging ist vom zweiten Platz ins Tabellenmittelfeld auf Rang acht (28 Punkte) abgerutscht und hat beim eigenen Publikum (wieder einmal) Kredit verspielt.

Das soll sich gegen Dachau ändern. „Mir ist auf alle Fälle wichtig, dass wir anders auftreten.“ Um das zu erreichen, gab es unter der Woche eine „Ansage“, wie Reichenberger erzählt. Anscheinend mit Wirkung: „Die Jungs haben mit Vollgas trainiert. Ich gehe davon aus, dass die Einstellung wieder eine andere sein wird.“ ben/sab/esc

Artikel 1 von 11