Wenn Sicinski dazwischengrätscht

von Redaktion

Starbulls Rosenheim spielen in Lindau und zu Hause gegen Höchstadt

Rosenheim – „Ich kann es mir selbst nicht erklären. Wir waren auf einem guten Weg was die Gegentore und die Defensivarbeit betrifft, aber in den letzten drei Spielen sind wir wieder in ein Loch gefallen und haben wieder die gleichen Fehler wie vorher gemacht“, ist Starbulls-Eishockeycoach John Sicinski ein bisschen ratlos. Fehler, die eine Eishockey-Mannschaft nicht machen sollte, wenn sie ein Spiel gewinnen will. Nicht gegen die Topteams und auch nicht gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften – die grauen Mäuse der Liga wie jetzt am Wochenende gegen Lindau (Freitag, 19.30 Uhr, auswärts) und Höchstadt. Der abgeschlagene Tabellenletzte ist am Sonntag, 17 Uhr, zu Gast im Rosenheimer Rofa-Stadion.

21 Punkte aus den
letzten zehn Spielen

Beim Namen Lindau grätscht John Sicinski allerdings verbal und energisch dazwischen: „Lindau ist nach Memmingen die aktuell erfolgreichste Mannschaft der Liga.“ Seit dem Trainerwechsel und der 1:5-Niederlage in Rosenheim haben die Islanders 21 Punkte aus zehn Spielen geholt. Nur zweimal blieben sie ohne Punkt, sechsmal haben die Lindauer die vollen drei Punkte abgegriffen. Die prominenten „Opfer“ des aktuellen Tabellensiebten waren zum Beispiel Deggendorf, Peiting und Riessersee. Drei Teams, gegen die Rosenheim seine Spiele verloren hat.

Kapitän Michael
Baindl fällt aus

Die Aufgabe der Starbulls wird nicht leichter, wenn man weiß, dass die Trainingswoche nicht reibungslos abgelaufen ist. Kapitän Michael Baindl fällt am Wochenende wie Kevin Slezak und Michael Fröhlich aus. Henry Wellhausen und Alexander Höller waren die ganze Woche krank, werden aber wohl spielen können, genauso wie die angeschlagenen Tobi Draxinger und Dmitrij Litesov. „Wir haben viele kranke und verletzte Spieler – ausgerechnet jetzt, wenn wir drei Spiele in fünf Tagen haben. Am Dienstag findet schon das vorgezogene Spiel in Sonthofen statt“, erklärte John Sicinski, der aber nicht jammern will, sondern sein Team in die Pflicht nimmt. „Wir sind selbst dafür verantwortlich, ob wir verlieren oder gewinnen. Wenn wir härter arbeiten als unsere Gegner ist unser Talent entscheidend.“ Wenn nicht, hilft den Rosenheimern das ganze Talent nichts. Und darüber hat Sicinski unter der Woche mit seinen Spielern gesprochen, ihnen bei der Videoanlayse die Fehler aufgezeigt und ihnen folgende Frage gestellt: „Wann können wir so einfache Tore erzielen, wie wir sie unseren Gegnern gestatten?“ Sicinski gab auch gleich die Anwort: „Nie.“

Neuzugänge aus

Bad Kissingen

Das wird auch gegen Höchstadt nicht passieren. Ein Spiel in Rosenheim ist für jedes Oberliga-Team das Saison-Highlight. Dafür haben sich die Alligators unter der Woche auch noch verstärkt.

Der Höchstadter EC hat zwei weitere Spieler vom EC Bad Kissingen verpflichtet. Nach Torhüter Benjamin Dirksen wechseln auch die beiden Angreifer Anton Seewald (im Vorjahr 85 Scorerpunkte in 44 Bayernliga-Spielen) und der 45-jährige Mikhail Nemirovsky (in 44 Spielen 70 Punkte) zum Tabellenschlusslicht der Oberliga Süd. bz

Artikel 3 von 11