Rosenheim – Am Freitag beim Gastspiel der Starbulls Rosenheim in Lindau und der 2:3-Niederlage reichten zwei Tore von Starbulls-Neuzugang Tadas Kumeliauskas nicht zu einem Punktgewinn. Am Sonntagabend im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Höchstadt reichten zwei Tore des Litauers dagegen zum Sieg für die Rosenheimer Oberliga-Eishockeyspieler. Mit 4:0 (2:0/2:0/0:0) erledigte die Truppe von Trainer John Sicinski die Pflichtaufgabe gegen die über weite Strecken zu harmlosen Gäste mehr oder weniger souverän.
Zwei starke Torhüter
Geschenkt bekommen hat Torhüter Lukas Steinhauer seinen Shutout aber nicht. Der Rosenheimer Keeper musste vor allem in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels und ab und zu im letzten Spielabschnitt sein Können aufbieten, um ohne Gegentor zu bleiben. Auf der anderen Seite hätten die Rosenheimer aber auch ein paar Tore mehr schießen müssen. Das verhinderte zum einen Höchstadts starker Keeper Benjamin Dirksen und die fehlende Zielstrebigkeit der Rosenheimer Stürmer. Das bemängelte auch John Sicinski in der Pressekonferenz: „Wir wollten nur noch schöne Tore erzielen. Aber wir haben gewonnen und ich nehme die drei Punkte gerne mit.“ Sicinski war froh, dass sein Team nicht an die körperlichen Grenzen gehen musste, um den Sieg einzufahren, denn bereits am Dienstag steht das vorgezogene Auswärtsspiel in Sonthofen auf dem Programm. Und das wird eine ganz andere Nummer als gegen die Höchstädter, die an diesem Wochenende zweimal ohne Torerfolg blieben. „Genau da liegt unser Problem. Wir haben zwar Chancen, aber wir schießen zu wenig Tore“, übte Gäste-Trainer Martin Sekera leise Kritik an seinen Offensivleuten.
Beide Trainer waren sich einig, dass Rosenheim einen guten Start erwischt hatte, das Ergebnis im letzten Drittel clever verwaltete und die Partie durch die beiden Kumeliauskas-Treffer frühzeitig entschieden war. Es waren übrigens die Treffer sieben und acht in seinem siebten Spiel für die Starbulls Rosenheim. Nur in Peiting ging der 1,90 Meter große litauische Nationalspieler leer aus.
Erstmals mit Höller und Mitchell
Kumeliauskas spielte am Sonntag erstmals mit Alexander Höller und Josh Mitchell in einer Reihe, die sehr gut funktionierte. Sicinski wählte diese Zusammenstellung auch deshalb, weil Kapitän Michael Baindl fehlte, der auch am Dienstag genauso wenig wie Michael Fröhlich und Kevin Slezak spielen kann. Mit Fröhlich und Baindl plant Sicinski eventuell für das Sonntag-Heimspiel gegen den aktuellen Spitzenreiter Memmingen.
Statistik: Starbulls Rosenheim – Höchstadt Alligators 4:0 (2:0, 2:0, 0:0). Starbulls: Steinhauer (Endres) – Bergmann, Vollmayer; Draxinger, Krumpe; Reiter, Linden (Enk) – Zick, Stanik, Litesov; Höller, Kumeliauskas, Mitchell; Henriquez, Daxlberger, Bucheli; Heidenreich. Wellhausen.
Tore: 1:0 (2.) Kumeliauskas/Höller/Mitchell, 2:0 (8.) Kumeliauskas/Höller/Vollmayer, 3:0 (24.) Reiter/Zick/Stanik, 4:0 (39.) Höller/Zick/Vollmayer.
Schiedsrichter: Kapzan; Strafminuten: Rosenheim 8, Regensburg 14; Zuschauer: 1760.