Neue Bestleistungen

von Redaktion

Benjamin Werndl mit Daily Mirror in Salzburg erfolgreich

Salzburg – Die Amadeus Horse Indoors, das internationale Hallenreitturnier in Salzburg, waren auch diesmal ein Freudenfest für Benjamin Werndl mit dem 15-jährigen Westfalen Daily Mirror. Sowohl im Grand Prix als auch in der Weltcup-Kür begeisterten die Vorjahressieger mit Eleganz, Leichtigkeit und Präzision.

Insbesondere in der Galopp-Tour konnte das Duo aus Aubenhausen kräftig punkten. Mit 77,717 beziehungsweise 84,705 Prozent erreichte Werndl mit dem imposanten Rappen ein neues persönliches Bestergebnis und jeweils den zweiten Platz hinter Isabell Werth mit Emilio. Die Ausnahme-Dressurreiterin führte ihr „Zweitpferd“ ebenfalls zum neuen Bestscore. Allerdings lag sie nur einen Prozentpunkt vor Werndl, während dessen Abstand zum Rest des Starterfelds gut sechs beziehungsweise acht Prozent betrug. Bundestrainerin Monica Theodorescu, die ihre Reiter auf dem Turnier betreute, war entsprechend zufrieden.

Vor einem Jahr toppten Werndl und „Ken“ in der Salzburg-Arena erstmals knapp die magische 80-Prozent-Marke. Mitte Oktober beim Weltcup-Turnier in Herning gaben die Richter dem Paar schon mehr als 84 Prozent. „Wir hatten in den letzten Monaten eine super Entwicklung. Ich hoffe, dass wir das auch in Salzburg zeigen können“, hatte der 35-jährige Olympiakader-Reiter im Vorfeld der Amadeus Horse Indoors geäußert. Es gelang, und der Aubenhausener erklärte, er sei „sehr, sehr glücklich“. Noch dazu war sein zweiter Platz in Weltcup-Punkten so viel wert wie ein Sieg. Da Isabell Werth als Titelverteidigerin bereits gesetzt ist, erscheint sie nicht im Ranking. Werndl erhielt für seinen zweiten Platz deshalb die maximale Weltcup-Punktzahl und übernahm in der Gesamtwertung der Westeuropa-Liga mit 63 Punkten vorläufig die Führung.

Bis zum Weltcup-Finale Ende April in Las Vegas wird sich erfahrungsgemäß einiges tun. Sechs Etappen stehen noch aus, und die Konkurrenz innerhalb Deutschlands ist besonders stark. Aktuell liegen fünf deutsche Reiterinnen und Reiter in den Top Ten, doch es gibt aufgrund des Reglements nur zwei Startplätze. Außerdem gibt es 2020 ein zweites Ziel, die Olympischen Spiele im August in Tokio. Zwei kräftezehrende Großereignisse innerhalb so kurzer Zeit sind für Reiter und Trainer eine Herkulesaufgabe. Den Pferden mag man sie nicht zumuten, auch wegen der Belastung durch die Überseeflüge und durch die Hitze in Japan. Dass es in Deutschland eine ganze Reihe sehr guter Pferd-Reiter-Paare gibt, ist ein Vorteil. „Wir haben eine breite Spitze. Ich bin zuversichtlich, dass wir beides, den Weltcup und die Olympischen Spiele, gut besetzen können“, sagt Theodorescu. sn

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