Siegsdorf – Für den Siegsdorfer Eisenbichler bedeutete die traditionsreiche Schanze im Februar eindeutig „Sieg“. Bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld – der Spezialsprunglauf ist am Bergisel ausgetragen worden – räumte der mittlerweile 28-Jährige groß ab: Auf der Großschanze holte er sich Gold vor seinem Team- und Zimmerkollegen Karl Geiger, mit Geiger, Richard Freitag und Stephan Leyhe wurde er Team-Weltmeister, und als Krönung gab‘s oben drauf den WM-Titel mit der Mixed-Mannschaft, zusammen mit Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Geiger. Und das ohne einen einzigen Weltcup-Erfolg!
So oft hatte es nicht hingehauen bei Eisenbichler. „Bei ihm war die Straße nicht geteert, da waren immer Schlaglöcher drin“, kommentierte Bundestrainer Werner Schuster. Und plötzlich spielte Eisenbichler die Ketchup-Flasche – auf einmal kam alles raus! Bei der Vierschanzentournee landete er auf dem zweiten Platz, im Skiflug-Weltcup wurde er Zweiter – und der Makel des Weltmeisters ohne Weltcup-Sieg wurde auch noch abgelegt: Am 22. März flog der Siegsdorfer in Planica zum Erfolg! Die Auszeichnungen ließen nicht auf sich warten: Eisenbichler wurde „Skisportler des Jahres“ im Deutschen Ski-Verband, gehörte zu Deutschlands „Mannschaft des Jahres“, zu der die Skispringer gekürt wurden, und in Siegsdorf heißt die neue Sporthalle künftig „Markus-Eisenbichler-Halle“. Das Gute ist aber: Eisenbichler selbst ist ganz der Alte!