Saisonende 2021? Nein danke!

von Redaktion

Die Entscheidung des BFV die Saison 2019/2020 ab 1. September fertig zu spielen halte ich für grundsätzlich falsch. Die Gründe: Die fehlende Planungssicherheit für alle Beteiligten. Spieler, die den Verein wechseln wollen, Trainer, die sich für einen neuen Club entschieden haben oder die wieder neu anfangen wollen, können das nicht tun. Sie müssen warten – möglicherweise bis zum Sommer 2021. Dazu kommen bei den höherklassigen Vereinen die Probleme mit Vertrags-Amateuren, die einen besonderen Status haben. Die Saison 2019/2020, die im November/Dezember 2019 in die Winterpause gegangen ist, müsste bei einer möglichen zweiten Corona-Welle im März/April/Mai 2021 fertig gespielt werden. Übertrieben ausgedrückt: Es könnte Spieler geben, die dann nicht mehr wissen, auf welcher Position sie gespielt haben.

Meine Meinung: Sofortiger Abbruch der Saison 2019/2020, die Tabellenersten und -zweiten steigen auf, es gibt keinen Absteiger. Sollte es beim Tabellenzweiten und dem Tabellendritten Unterschiede in der Spielanzahl geben, müsste die Tabelle mit Hilfe eines Quotienten neu berechnet werden. Übrigens würde es dabei nur in zehn Spielklassen Veränderungen bei den Spitzenpositionen geben – insgesamt wären sechs Relegationsspiele nötig. Natürlich könnte es zu Härtefällen kommen und Ligen müssten mit einem Team mehr die Saison 2020/2021 spielen. Das aber wäre eher zu verkraften, als eine Saison, die 2019 in die Winterpause ging und im Mai 2021 beendet würde. Wenn schon eine so lange und durchaus mögliche Pause, dann doch bitte mit dem Start einer neuen Saison und nicht mit aufgewärmten Tabellenständen.

Vor ein paar Tagen habe ich im Regionalteil der OVB-Heimatzeitungen einen Spruch von Mahatma Gandhi gelesen, der sagte: „Wer einen Fluss überquert, muss eine Seite verlassen.“ Und diese Seite sollte man schnellstmöglich verlassen und nicht warten bis einem das Wasser bis zum Halse steht.

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