Endlich ein „richtiges Turniergefühl“

von Redaktion

Gut besetzter Wettbewerb der Springreiter auf Gut Ising – Weltmeisterin am Start

Ising – Erleichterung bei den Pferdesportlern in der Region, aber auch beim Veranstalter: Auf Gut Ising findet von Donnerstag bis zum Sonntag das erste große Pferdesportturnier der Region nach der Corona-Pause statt. Angesichts der Corona-Pandemie dürfen allerdings keine Zuschauer aufs Veranstaltungsgelände. Auch sonst sind viele Bedingungen ganz anders als gewohnt, aber „sowohl wir als Veranstalter als auch die Reiter sind glücklich, dass es endlich losgeht“, zeigt sich Turnierleiter Sepp Beilmaier begeistert.

Die Freude der Sportler zeigt sich auch angesichts der Teilnehmerliste. „Wir haben ein anspruchsvolles Programm und ungefähr 1000 Starts“, betont der Chieminger. Neben zahlreichen Reitern aus der Region sind auch wieder bekannte Namen von außerhalb am Start, wie etwa die Weltmeisterin von 2018, Simone Blum (LRFV Massenhausen), Tobias Bachl (RFV Pfarrkirchen), Helmut Schönstetter (PF Englhör) oder Sönke Kohrock (RC Gut Winkelacker).

Alle Reiter brauchen pro Saison eine gewisse Anzahl an Platzierungen, um ihre Leistungsklasse zu halten – also sind für sie Turnierstarts von hoher Bedeutung. Zudem wollen sie nun endlich sehen, wie sich die – ohnehin erschwerte – Trainingsarbeit in den vergangenen Wochen bewährt hat.

Nun hoffen die Isinger, dass das Wetter ihnen keine allzugroßen Streiche spielt. Bei „normalem“ Regenwetter jedenfalls werden die Wettkämpfe ganz normal ausgetragen. „Solange der Sandplatz hält, werden wir das durchziehen“, weiß Beilmaier – zumal ein Ausweichen in die Halle nach den derzeitigen Vorschriften noch nicht erlaubt wäre.

Anders als sonst ist auch, dass keine Siegerehrungen stattfinden dürfen. Stattdessen werden den Reitern die Geldpreise überwiesen. Zudem dürfen die Reiter jeweils nur einen Pfleger für die Pferde dabeihaben, „nicht einmal die Pferdebesitzer dürfen zusätzlich mitkommen“, verdeutlicht der Turnierleiter die Einschränkungen. Für die Sportler gibt es eine eigene, einfach gehaltene Gastronomie. Zusätzlich ist die Pizzeria nebenan normal geöffnet. „Dort bekommen die Gäste zwar ein wenig von der Turnieratmosphäre mit, aufs Turniergelände dürfen sie aber nicht“, betont Beilmaier.

Für die Organisatoren war die Vorlaufzeit für die Veranstaltung zwar sehr kurz, doch die Vorbereitung verlief ganz nach Zeitplan. So wurden am Montag noch die Zelte und der Richterturm aufgebaut, am Donnerstag soll es dann mit den Wettbewerben losgehen.

Den Auftakt macht ab 9 Uhr eine Springpferdeprüfung der Klasse A* für vier- bis sechsjährige Pferde, es folgt eine Spezial-Zwei-Phasen-Springprüfung der Kasse L mit vier- bis siebenjährigen Pferden. „Gerade bei den Wettkämpfen mit jungen Pferden haben wir sehr erfreuliche Teilnehmerzahlen“, berichtet der Turnierleiter.

Es steht ein dicht gedrängtes Programm bevor: Am Donnerstag findet ab 16.30 Uhr die letzte Prüfung statt, am Freitag (8 Uhr) beginnt der letzte Wettkampf erst um 19.30 Uhr. Am Samstag sind ab 8 Uhr zunächst einmal die Nachwuchspferde dran. Ein hochkarätigen S*-Springen bildet ab 18.15 Uhr den Abschluss des Wettbewerbstages.

Am Sonntag geht es um 8.30 Uhr los. Insgesamt werden am letzten Turniertag noch fünf der 21 Prüfungen ausgetragen – darunter zum krönenden Abschluss der höchstdotierte Wettbewerb des Turniers, ein Springen der Klasse S* mit Stechen. Der Grunddurchgang beginnt um 16.30 Uhr.

Gleich in der folgenden Woche geht es weiter: Entgegen der ursprünglichen Planung aber nicht von Donnerstag, 25. Juni bis Sonntag, 28. Juni, sondern sogar schon vom Mittwoch, 24. Juni an. Der Grund: „Auch dieses Turnier wird hervorragend angenommen, und wegen der hohen Teilnehmerzahl müssen wird das eben auf fünf Wettkampftage verteilen.“

Eine weitere mehrtägige Veranstaltung ist dann vom 16. bis 19. Juli geplant. Auch zu den Terminen des ursprünglich als „Chiemsee-Pferdefestival“ geplanten Veranstaltungs-Doppels (27. bis 30. August und 3. bis 6. September) sollen wieder Wettkämpfe auf Gut Ising stattfinden.

„Wir hoffen schon, dass wir dann eventuell zumindest einige Zuschauer aufs Gelände lassen dürfen. Aber da müssen wir einfach abwarten“, betont Beilmaier. Immerhin: Die Reiter müssen nun nicht mehr abwarten – und haben ab morgen die Gelegenheit, wieder ein „richtiges“ Turniergefühl genießen zu können.

Der Zeitplan von Ising

Donnerstag, 9 Uhr: Springpferdeprüfung Klasse A* (4- bis 6-jährige Pferde); 11.30 Uhr: Spezial-Zwei-Phasen-Springpferdeprüfung (4- bis 7-jährige Pferde); 14 Uhr: Springprüfung Klasse L; 16.30 Uhr: Springprüfung Klasse M*.

Freitag, 8 Uhr: Springpferdeprüfung Klasse A** (4- bis 6-jährige Pferde); 10.15 Uhr: Springpferdeprüfung Kl. L (4- bis 7-jährige Pferde); 12.30 Uhr: Punkte-Springprüfung Kl. L; 15 Uhr: Springprüfung Kl. M*; 17.30 Uhr: Springprüfung Kl. M**; 19.30 Uhr: Springprüfung Kl. A* m. Stilwert.

Samstag, 8 Uhr: Springpferdeprüfung Kl. L (4- bis 7-jährige Pferde); 10.30 Uhr: Springpferdeprüfung Kl. M* (5- bis 7-jährige Pferde); 12 Uhr: Springprüfung Kl. A**; 13.45 Uhr: Zwei-Phasen-Springprüfung Kl. M*; 16 Uhr: Springprüfung Kl. M**; 18.15 Uhr Springprüfung Kl. S*.

Sonntag, 8.30 Uhr: Springprüfung Kl. L; 11 Uhr: Springprüfung Kl. L; 12.30 Uhr: Springprüfung Kl. M*; 14.30 Uhr: Zwei-Phasen-Springprüfung Kl. M**; 16.30 Uhr: Springprüfung Kl. S* mit Stechen. who

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