Rosenheim – Am 4. Mai spekulierte die OVB-Sportredaktion: „In Deggendorf wurde vermeldet, dass Curtis Leinweber den Verein verlässt. Auch dessen Teamgefährte Kyle Osterberg hat dort noch nicht verlängert. Und Kyle Gibbons (29, zuletzt in Duisburg), in Deggendorf mehrere Jahre kongenialer Partner von Leinweber, ist auch noch ohne Vertrag. OVB-Tipp: Trainer John Sicinski setzt auf die nordamerikanische Karte – und auf einen alten Bekannten: Leinweber kommt, möglicherweise im Doppelpack mit Osterberg oder Gibbons.
Jetzt ist tatsächlich ein Teil der Spekulation perfekt: Topscorer Curtis Leinweber spielt in der kommenden Saison für die Starbulls Rosenheim und ist damit der erste von zwei neuen Kontingentspielern. Jetzt steht auch definitiv fest, dass noch ein zweiter neuer Ausländer kommt, weil die Starbulls Rosenheim in ihrer Pressemitteilung Folgendes bekannt gaben: Tadas Kumeliauskas wechselt zum Oberliga-Team Deggendorfer SC. Ebenfalls in Zukunft nicht im Starbulls-Kader stehen die beiden Kontingentspieler Josh Mitchell und Jake Smith. Bei beiden bedankten sich die Starbulls-Verantwortlichen für die gezeigten Leistungen.
245 Punkte in 154 Oberliga-Partien, 56 Punkte in 59 DEL2-Spielen: Mit diesen mehr als beeindruckenden Zahlen im Gepäck wechselt der kanadische Angreifer Curtis Leinweber vom Oberliga-Konkurrenten Deggendorfer SC an die Mangfall.
„Mit seinem unermüdlichen Einsatz und seinen herausragenden spielerischen Fähigkeiten wird Curtis eine wichtige Führungsrolle in unserer jungen und hungrigen Mannschaft übernehmen“. Mit diesen Worten beschreibt Starbulls-Coach John Sicinski in wenigen aber sehr deutlichen Worten, was alle Rosenheimer Eishockey-Fans vom ersten Starbulls Kontingentspieler der kommenden Spielzeit 2020/2021 erwarten können.
Beeindruckende
Zahlen
Der 32-jährige Leinweber wechselte nach seiner College-Zeit bei der University of Alaska-Anchorage (NCAA) im Jahr 2012 für ein kurzes Gastspiel zu den Sylvan Lake Admirals in die kanadische Chinook Hockey League. Noch während der laufenden Saison 2012/2013 wagte Leinweber den Sprung nach Europa und heuerte in der Elite Ice Hockey League (EIHL) beim Team der Edinburgh Capitals an. In der schottischen Hauptstadt gelangen dem in Calgary (Alberta, Kanada) geborenen Leinweber in 87 Spielen starke 103 Scorerpunkte (45 Tore, 58 Assists). Dann wechselte Leinweber in der Saison 2014/2015 zu den Herlev Eagles in die höchste dänische Liga (Metal Ligaen). Ein Jahr später (2015/2016) ging es für ihn zurück „auf die Insel“, genauer gesagt zu den Dundee Stars (EIHL). Auch dort überzeugte er von Anfang an und war mit 55 Punkten aus 54 Spielen einer der Topscorer des Teams. In der darauffolgenden Spielzeit 2016/ 2017 machte ihm dann sein „neuer und alter“ Coach John Sicinski einen Wechsel zum heutigen Starbulls- Oberliga-Konkurrenten Deggendorfer SC schmackhaft. Dort avancierte der 1,73 Meter große und 79 Kilogramm schwere Leinweber sofort zum absoluten Leistungsträger und Publikumsliebling. Unter diesen enorm guten Leistungen mussten auch die Starbulls in der Vergangenheit des Öfteren leiden. Allein in der letzten Saison schaffte Leinweber in sechs Spielen 13 Scorerpunkte (4 Tore/9 Assists) gegen die Starbulls.
„Ich freue mich sehr über meinen Wechsel nach Rosenheim. Die Starbulls sind ein großer Verein mit einer beeindruckenden Historie und ich bin sehr motiviert, dieser Erfolgsgeschichte nun ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Meinen zukünftigen Coach John Sicinski kenne ich ja bereits aus unserer gemeinsamen Vergangenheit und ich bin froh, wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können, denn es passt einfach zwischen uns beiden. Er arbeitet sehr gut in der Kabine, ist hervorragend auf jede Partie vorbereitet und kommt ins Stadion, um alle Spiele zu gewinnen“, sagt der neue Starbulls-Angreifer Curtis Leinweber.
Erstklassige Qualität
mit Siegermentalität
„Curtis ist in meinen Augen einer der besten Zwei-Wege Stürmer der gesamten deutschen Eishockey-Oberliga. Er ist technisch stark und ganz schwer von der Scheibe zu trennen. Zudem gibt er niemals auf, egal wie schwer der Weg ist und er weiß, wie man Spiele gewinnt – gerade auch, wenn es mal nicht optimal läuft. Genau diese Siegermentalität und diesen Charakter brauchen wir im Team. Ich freue mich sehr, nun wieder mit Curtis zusammenzuarbeiten und bin enorm froh, dass er sich für Rosenheim entschieden hat“, sagt Starbulls Coach John Sicinski.
Abschließend sagt ein außerordentlich motivierter Curtis Leinweber: „Mir wurde von allen Personen, mit denen ich bislang über die Starbulls gesprochen habe, bestätigt, dass im gesamten Verein der Anspruch herrscht, immer das Optimum zu erreichen und alle Spiele zu gewinnen. Dieser Siegeswille passt perfekt zu mir. Ich will das Beste aus mir und meinem Team herausholen und am Ende der Saison den Meisterpokal in den Händen halten“. re/bz