Start eines vollgestopften Rennkalenders

von Redaktion

IDM-Rennen auf dem Sachsenring: Folger und Grünwald haben sich viel vorgenommen

Hohenstein-Ernstthal – Corona macht’s möglich: Bei der internationalen deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) wird auch unter der Woche gefahren. Heute stehen Rennen am Sachsenring auf dem Programm. Für Superbike-Pilot Jonas Folger ist die zweite Station der Meisterschaft ein besonderer Ort. Der 27-jährige Rennfahrer aus Schwindegg kehrt zum Schauplatz seines bislang größten Erfolgs zurück.

Obwohl die IDM Superbike 2020 erst in die zweite Runde geht, biegt sie praktisch schon wieder in die Zielgerade ein. Aufgrund der aktuellen Situation in diesem Jahr musste der Rennkalender von neun geplanten Veranstaltungen drastisch auf vier reduziert werden. Der Champion wird also in den nächsten drei Wochen gekürt. Ungeachtet dieser Tatsache blickt Jonas Folger der bevorstehenden Aufgabe sehr erwartungsvoll entgegen. Die Erinnerungen an das MotoGP-Rennen 2017 auf dem Sachsenring sind dabei allgegenwärtig. Nachdem Folger anfänglich die Konkurrenz anführte, musste er sich im Ziel nur dem späteren Champion Marc Marquez geschlagen geben. Dieses Mal will er zusammen mit seinem neuen MGM Racing Yamaha Team von Michael Galinski und Jürgen Röder dort weitermachen, wo man vor drei Wochen in Assen aufgehört hat, als Folger mit einem Doppelsieg in die Meisterschaft gestartet ist. „Obwohl die Umstände dieses Jahr sehr eigenartig sind, freue ich mich gewaltig auf mein Comeback am Sachsenring. Dort bin ich bekanntlich mein bislang bestes Rennen meiner Karriere gefahren. Auf dem Sachsenring habe ich mich aber nicht immer wohlgefühlt. Erst seit dem vorletzten Mal, das war 2016 in der Moto2, bin ich eins mit dieser Strecke. Mittlerweile sind aber etwas mehr als drei Jahre vergangen, als ich letzten Mal dort war. Daher bin ich schon gespannt, wie es mit dem Yamaha Superbike sein wird“, meint Folger.

Zum proppevollen Terminkalender sagt der Schwindegger: „Mich freut es, endlich wieder jedes Wochenende wieder richtiges Racing: Vom Sachsenring geht es schnurstracks zum Lausitzring weiter und eine Woche danach sind wir bei der Superbike-WM in Barcelona zu Gast. Von dort geht’s gleich zum IDM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring weiter. In den nächsten vier Wochen steht also reichlich Action auf dem Programm. Es wird von jedem volle Konzentration verlangt, und mit Hinblick auf die Meisterschaft dürfen wir uns keinen Fehler erlauben.“

Gute Testergebnisse

Der Waldkraiburger Luca Grünwald kommt mit einem Podium im Gepäck als Gesamtzweiter zur zweiten Station der IDM-Supersport 2020 nach Sachsen. Nach dem erfolgreichen Start in die Meisterschaft vor drei Wochen auf dem Grand-Prix-Kurs von Assen im Norden der Niederlande hat sich Grünwald viel vorgenommen. Ein produktiver Test vor wenigen Tagen auf dem Hockenheimring steigert zudem die Erwartungen des Rennfahrers aus Waldkraiburg und seines Teams Kawasaki Schnock. „Die Ergebnisse steigern unsere Zuversicht, von Anfang an bei der Musik zu sein. Auf jeden Fall peilen wir zwei starke Ergebnisse an.“

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