Rosenheim – 20 Jahre Starbulls heißt die Serie der OVB-Heimatzeitungen. In 20 Jahren gab es viele außergewöhnliche Szenen, die auf Fotos festgehalten wurden, aber es gab auch viele außergewöhnliche Begebenheiten. Eine davon steht stellvertretend für viele andere Geschichten, über die schon berichtet wurde.
Es gibt Kontingentspieler, die einen bleibenden Eindruck, ob positiv oder negativ, bei ihren Vereinen hinterlassen. Zum Beispiel, wenn sie nur ein Jahr da waren und wegen mangelnder Leistung „ausgetauscht“ werden. Und es gibt andere „Ausländer“, die sich über Jahre in die Herzen der Zuschauer spielen.
In Rosenheim ist das Stephen Werner. Der Stürmer der Extraklasse spielte nur ein Jahr bei den Starbulls, bot aber Woche für Woche Topleistungen – aufgrund seiner Klasse, aber auch, weil er sich in Oberbayern so wohl fühlte.
Nach seinem Starbulls-Jahr wechselte er nach Wolfsburg, doch ohne sich zu verabschieden, wollte er Rosenheim nicht verlassen. Seine E-Mail an die Verantwortlichen las sich fast wie eine Liebeserklärung an Fans, Mitspieler, Verantwortliche und die Stadt. Hier Auszüge aus seinem Schreiben: „Es ist für mich wichtig, mich bei allen Leuten zu bedanken und zu sagen wie sehr ich die Zeit in Rosenheim genossen habe. Ich hatte Glück in so einer großartigen Stadt mit so fantastischen Spielern zu landen. Und ich hatte Glück, unter Trainer Franz Steer zu spielen, der mir den nächsten Schritt in meiner Karriere ermöglichte, in die DEL zu wechseln. Das ganze Umfeld konnte nicht besser sein. Wir sind zwar kurz vor dem Erreichen unseres Ziels, den Meistertitel zu gewinnen, gescheitert, aber wir haben eine Menge erreicht und ich bin stolz auf das Team und vor allem auf den Gewinn des Pokals. Ganz besonders will ich den Fans danken. Das sind die besten Fans, vor denen ich je gespielt habe. Es war immer ein Genuss zu Hause zu spielen.“