Selb – Um ins Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga Süd zu kommen, mussten die Starbulls Rosenheim mindestens einen Auswärtssieg landen. Zum Auftakt der Halbfinalserie gegen die Selber Wölfe ist der Mannschaft von Trainer John Sicinski dieser Erfolg in der Fremde auch gleich gelungen. Mehr als 13 Minuten spielten die beiden Teams nach einem 3:3-Zwischenstand nach regulärer Spielzeit in der Verlängerung, ehe Curtis Leinweber den Starbulls den Sieg bescherte. Es war – nach den beiden Overtime-Erfolgen über Peiting – bereits der dritte Rosenheimer Sieg hintereinander in der Verlängerung und die wichtige Führung in der Play-off-Serie.
Der Start in Selb war für die Rosenheimer nicht gut. Nach einem Schuss von Lukas Slavetinsky von der blauen Linie wurde die Scheibe abgefälscht, Starbulls-Goalie Andi Mechel war die Sicht verdeckt. Zwar ergaben sich im ersten Drittel Gelegenheiten für Alex Höller und Kevin Slezak, aber die Gäste hatten bei einem Konter auch Glück, dass Kyle Gibbons die Möglichkeit zum zweiten Selber Treffer verhinderte.
Im zweiten Drittel zeigte sich eine andere Rosenheimer Mannschaft, die nun aggressiver vorne draufging, damit Fehler der Hausherren provozierte – und diese auch nutzte. Als Selb die Scheibe nicht ordentlich wegbrachte, war Curtis Leinweber dazwischen, passte auf Höller und dessen Direktabnahme schlug zum Ausgleich ein. Nachdem die Starbulls bei einem Selber Lattentreffer das Glück auf ihrer Seite hatten, schlugen sie 22 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts erneut durch Höller zu, der den Puck zur Führung ins Netz zimmerte.
Aber der Vorsprung hielt im letzten Drittel nur 83 Sekunden, dann nutzte Topscorer Nick Miglio per Rückhand eine undurchsichtige Situation vor dem Starbulls-Tor zum Ausgleich. Und als sich Mechel verschätzte und einen Schuss von Hammerbauer fast von der Torlinie passieren ließ, sah alles nach einem Selber Heimerfolg aus. Aber Rosenheim meldete sich zurück: Zunächst parierte Mechel gegen Miglio, dann machte er für einen weiteren Feldspieler Platz – die zahlenmäßige Überlegenheit nutzte Maxi Vollmayer mit einem Kracher 104 Sekunden vor Schluss zum 3:3 – es ging in die Verlängerung.
Dort haderten die Starbulls, bei denen Tobi Draxinger nach seinem Ausscheiden gegen Peiting schon wieder eifrig mitwirkte, zunächst mit ihrem Powerplay: Insgesamt konnten die Gäste sieben Überzahl-Gelegenheiten nicht nutzen. Dafür klappte es bei gleicher Spieleranzahl, als Dominik Daxlberger die Scheibe vors Tor spielte, Leinweber den Schläger reinhielt und der Puck über die Fanghand von Selb-Goalie Weidekamp den Weg über die Linie fand.
Spielstatistik: Selber Wölfe – Starbulls Rosenheim 3:4 n.V. (1:0, 0:2, 2:1, 0:1). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Draxinger, Frank; Vollmayer, Krumpe; Kolb, Schütt; Biberger – Meier, Henriquez, Heidenreich; Slezak, Baindl, Höller; Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Bosecker, Stanik, März.
Tore: 1;0 (6.) Deeg/Slavetinsky, Miglio, 1:1 (31.) Höller/Leinweber, Vollmayer, 1:2 (40.) Höller/Daxlberger, Leinweber, 2:2 (42.) Miglio/Ondruschka, Deeg, 3:2 (50.) Hammerbauer/Ondruschka, Silbermann, 3:3 (59.) Vollmayer/Henriquez, Baindl, 3:4 (74.) Leinweber/Schütt, Daxlberger; Strafminuten: Selb 14 plus 10 Disziplinarstrafe für Snetsinger, Rosenheim 8.tn