Rosenheim – Bei den Starbulls Rosenheim sind drei weitere Personalentscheidungen gefallen: Dabei hat der Eishockey-Oberligist mit den Vertragsverlängerungen von Torhüter Andreas Mechel und dem kanadischen Angreifer Curtis Leinweber zwei Schlüsselpositionen im Kader mit alten Bekannten besetzt. Hingegen hat der 19-jährige Stürmer Sebastian Stanik (35 Spiele, drei Tore, zehn Vorlagen) das Rosenheimer Vertragsangebot ausgeschlagen und verlässt die Starbulls.
Der 29-jährige Mechel ist seit Januar 2020 im Rosenheimer Dress und spielte zuletzt eine gute Saison. In den Play-offs belegte der Linksfänger mit einem Gegentorschnitt von 2,16 und einer Fangquote von 92,1 Prozent Platz zwei in der Rangliste der Oberliga Süd. „Andreas Mechel war in der abgelaufenen Saison genau der starke Rückhalt, den wir uns erhofft und auch gebraucht haben. Er strahlt im Tor viel Ruhe aus, ist stets voll fokussiert, bringt Top-Fitnesswerte mit und zählt für mich zu den besten Torhütern der Liga“, sagt Starbulls-Coach John Sicinski. Und weiter: „Richtig gute Torhüter zeichnen sich dadurch aus, dass er den Jungs vor ihm in jedem Spiel die Chance gibt, das Spiel zu gewinnen – und genau das hat Andi in der vergangenen Saison getan. In den Play-offs hat er seine besten Leistungen abgeliefert. Ich bin sehr froh, dass Andi weiterhin unser Tor hüten wird.“ Mechel selbst meinte zu seiner Vertragsverlängerung: „Es macht mich persönlich richtig stolz, bei einem Verein mit dieser Tradition und einem solch professionellen Umfeld sportlich aktiv zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass wir in der kommenden Saison viel Erfolg haben werden.“
Dazu soll auch Curtis Leinweber beitragen. Die Weiterverpflichtung des Kanadiers war keine große Überraschung mehr, nachdem Sicinski vor einigen Tagen erklärt hatte, dass er für die zwei Kontingentpositionen jeweils Mittelstürmer sucht – und der 33-Jährige bekleidet eine Center-Stelle. „Curtis Leinweber ist unser Motor und Antreiber in der Offensive. In der vergangenen Saison war er nicht nur unser Top-Scorer, sondern arbeitete auch sehr zuverlässig in der Defensive und in unseren Unterzahlformationen. Curtis ist ein Leader, der immer vorangeht, junge Spieler an die Hand nimmt und in der kommenden Spielzeit noch mehr Verantwortung übernehmen möchte“, erklärte Sicinski. Leinweber kam in der abgelaufenen Saison in 39 Spielen auf 16 Tore und 35 Vorlagen. In die Play-offs war der Kanadier, der auf dem Eis als verlängerter Arm des Trainers gilt, verletzt gegangen. Die Viertelfinal-Serie gegen Peiting absolvierten die Starbulls ohne den Kanadier, gegen Selb verlor er in der entscheidenden fünften Begegnung, die das vorzeitige Aus für die Rosenheimer bedeutete, früh im Spiel drei Zähne. „Trotzdem ackerte er bis zum Schluss unermüdlich auf dem Eis und versuchte, die Partie noch zu unseren Gunsten zu drehen. Solche Spieler und Charaktere braucht man, um Erfolg zu haben“, ist Sicinski voll des Lobes.
„Als mich die sportliche Leitung gefragt hat, ob ich noch ein Jahr in Rosenheim dranhängen möchte, habe ich nicht lange darüber nachdenken müssen. In der kommenden Spielzeit will ich noch mehr meinen Beitrag dazu leisten, dass wir als Team jeden Tag ein kleines Stückchen besser werden, um am Ende den größtmöglichen Erfolg zu feiern. Der Aufstieg ist unser Ziel und darauf sind wir alle fokussiert“, erklärte Leinweber. Man darf gespannt sein, ob er das Team diesmal zum Erfolg führen kann…