Gelungene Neuauflage des Chiemgauer 100

von Redaktion

Drei Damen und zwölf Herren bewältigen 100-Meilen-Distanz – Michael Harrer läuft in 23 Stunden die Bestzeit

Bergen – 100 Meilen, 100 Kilometer oder so weit die Füße tragen. Das ist das Motto beim „Chiemgauer 100“. Nachdem Hauptorganisator Giselher Schneider die Rennleitung niederlegte (wir berichteten) und an ein mehrköpfiges Team des TSV Bergen weitergab, wurde das Rennen mit einer neuen Streckenführung erstmals von Bergen aus gestartet. An Attraktivität hat das Rennen auch in der 17. Auflage nichts eingebüßt. Die 150 Startplätze waren bereits im Vorfeld schnell vergeben.

Eine Besonderheit ist, dass die Teilnehmer auf der 100-Meilen-Distanz ihren persönlichen Startzeitpunkt selbst festlegen. Dieser elitäre Kreis hatte nicht nur mit den 7300 Höhenmetern zu kämpfen, sondern besonders mit dem Wetter, denn nach einigen Stunden Laufzeit zog ein Gewitter auf.

Die Veranstalter appellieren seit jeher an die Eigenverantwortung der Athleten und auch dieses Mal meisterten die Läufer diese Schwierigkeiten bravourös. Schnellster bei den Herren war Michael Harrer mit 23 Stunden Laufzeit. Das bescherte ihm fast eine Stunde Vorsprung vor Lino Baldessari. Drei Stunden danach erreichte Rudi Döhnert den Fußballplatz in Bergen. Der für den SC Eisenärzt startende Wolfgang Geistanger zeigte auch eine starke Leistung. Mit einer Zeit von 28:36 belegte er den sechsten Gesamtrang von zwölf Gewerteten.

Sehr beeindruckend waren auch die Leistungen bei den Damen: Drei meisterten die 100-Meilen-Distanz: Marina Kolassa in knapp 28 Stunden, dahinter Katrin Grieger und Dina Böhm mit deutlichem Abstand.

Wesentlich enger waren die Abstände auf der 100-Kilometer-Distanz mit rund 4600 Höhenmetern. Bei den Herren siegte Valentin von Oy in starken 12:40. Nur sechs Minuten später lief Lokalmatador Stephan Aitl vom TSV Vachendorf über die Ziellinie, dicht bedrängt von Anton Schäfer (12:48). Insgesamt 54 Athleten schafften die 100 Kilometer.

Bei den Damen erreichten vier Starterinnen das Ziel. Rosemarie Zimmermann blieb ganz knapp unter 15 Stunden. Dahinter Nicole Fischer (16:57). Zeitgleich auf Platz drei Sibylle Brücklmayr und Claudia Schmid (17:55).

Nach dem Rennwochenende können die vier Hauptorganisatoren Kathi Hallweger, Dirk Misselhorn, Meikl Krammer und Alois Klauser auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Grund waren auch die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer. Gute Stimmung herrschte ebenso bei den rund 100 Helfern, die tatkräftig unterstützten. pfa

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