Gelb-Rote Karte raubt alle Hoffnungen

von Redaktion

FUSSBALL-REGIONALLIGA Dezimierter TSV 1860 Rosenheim geht in Eltersdorf 1:5 unter

Eltersdorf – Das gute Omen in Form der positiven Statistik half nicht: Der TSV 1860 Rosenheim ist in der Fußball-Regionalliga Bayern beim Aufsteiger SC Eltersdorf böse unter die Räder gekommen. Am Ende hieß es im Erlanger Ortsteil 1:5 aus Sicht der Gäste, die nun drei Niederlagen in Folge in der Bilanz stehen haben.

„Wir haben nicht gut gespielt“, gestand 1860-Trainer Florian Heller nach der Begegnung. Die Sechziger waren aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens spät in Eltersdorf angekommen und zum Anpfiff dann auch nicht hellwach. Die Gastgeber, die den ersten Sieg nach der Rückkehr in die Regionalliga feiern durften, bestimmten das Geschehen und führten auch recht schnell mit 2:0. Den ersten Treffer von Calvin Sengül begünstigte Tormann Joey Brenner, der den Ball nach einer Hereingabe von der linken Abwehrseite genau auf den Eltersdorfer Torschützen klatschte. Beim 2:0 konnten die Hausherren wieder über Rosenheims linke Abwehrseite unbedrängt flanken und Jens Wartenfelser traf per Kopfball-Bogenlampe, nachdem er den Luftkampf gegen Leo Benz für sich entschied. Die Eltersdorfer Führung war hochverdient, weil Robin Renner davor schon mit einem Freistoß den Pfosten traf und Tormann Brenner einen Kopfball von Laurin Klaus gerade noch vor der Linie abwehrte.

Dass die Rosenheimer zur Halbzeitpause Hoffnung schöpfen durften, lag an einem Geschenk von SC-Torhüter Tugay Akbakla, der Sascha Marinkovic den Ball nach einer Flanke maßgerecht servierte und dieser aus wenigen Metern ins leere Tor traf. Die Hoffnungen raubten sich die Sechziger aber gleich nach Wiederbeginn selbst, denn Tim Kießling ließ sich zu einem Schubser gegen Sengül hinreißen, nachdem er von diesem an der Seitenauslinie gefoult worden war – der bereits vorbelastete Kießling sah die Gelb-Rote Karte und Heller musste nach dem angeschlagenen Christoph Wallner binnen weniger Minuten seinen zweiten Innenverteidiger ersetzen. „Der Platzverweis war spielentscheidend“, urteilte Heller dann auch.

1860 war dezimiert und leistete sich auch noch Fehler: Maximilian Kuchler vertändelte den Ball gegen Renner, der traf aus 25 Metern vorbei an Brenner, der die Lücke zum Tor nicht mehr schließen konnte. Und als die Rosenheimer einen weiteren Ball von der linken Abwehrseite nicht klären konnten, erzielte Sengül aus spitzem Winkel das 4:1. Den Schlusspunkt setzte dann Karim Said mit einem herrlichen Schuss von links in den rechten Winkel.

TSV 1860 Rosenheim: Brenner – Benz, Kießling, Wallner (ab 43. Kuchler), Sattelberger – Shabani – Zander (ab 60. Fenninger), Schiedermeier (ab 53. Salihu), Majdancevic (ab 60. Steinherr) – Demolli (ab 75. Majanovic), Marinkovic.

Schiedsrichter: Marx (Großwelzheim).

Zuschauer: 330.

Tore: 1:0 Sengül (12.), 2:0 Wartenfelser (24.), 2:1 Marinkovic (38.), 3:1 Renner (65.), 4:1 Sengül (78.), 5:1 Said (79.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte für Kießling (50.).

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