Überlegene Starbulls zittern unnötig

von Redaktion

EISHOCKEY-OBERLIGA Rosenheimer 5:3-Erfolg über Höchstadt – Zwei Höller-Treffer

Rosenheim – Im zweiten Heimspiel der neuen Saison in der Eishockey-Oberliga Süd haben die Starbulls Rosenheim den zweiten Sieg gelandet. Vor knapp 1500 Zuschauern bezwangen die Starbulls den Höchstadter EC mit 5:3. Dabei hatten sie das Spiel über weite Strecken im Griff, mussten dann aber in der Schlussphase kurze Zeit unnötig um den Sieg zittern.

„Man muss immer mit Höchstadt rechnen, aber das darf uns so nicht mehr passieren“, meinte Starbulls-Coach John Sicinski nach der Begegnung. Immerhin führte seine Mannschaft bereits mit 4:0 und hatte noch jede Menge guter Chancen. Und dann erzielten die technisch beschlagenen Gäste in der 57. Minute das 3:4 – und das Spiel war kurzzeitig wieder offen. Bevor aber Höchstadt zum finalen Powerplay ansetzen konnte, zog ihnen Alex Höller mit seinem zweiten Treffer den Zahn. Wunderbar von Dominik Daxlberger freigespielt, netzte er zum 5:3-Endstand ein.

Gingen im ersten Heimspiel gegen Füssen vier der sechs Rosenheimer Tore auf die Reihe mit Brad Snetsinger, Kevin Slezak und Max Brandl, so lieferten diesmal die beiden anderen Sturmformationen ab. Curtis Leinweber und Marc Schmidpeter sorgten im ersten Drittel mit ihren Toren für die 2:0-Führung. Leinweber fälschte einen Schuss von Florian Krumpe erfolgreich ab, Schmidpeter netzte trocken ein.

Im zweiten Durchgang sorgte Manuel Edfelder für das 3:0, ehe Höller in der 26. Minute den vierten Treffer für die Gastgeber markierte. Danach hätte es deutlich höher stehen müssen, doch die Starbulls vergaben etliche gute Chancen, scheiterten am Pfosten oder an teils unglaublichen Paraden von Höchstadt-Goalie Benjamin Dirksen. „Es hätte 6:0 stehen können“, meinte Sicinski, während Höchstadts Teammanager Daniel Tratz seinen Torhüter lobte: „Der hat vier, fünf Hundertprozentige raus.“ Danach war bei den Starbulls kurzzeitig die Luft raus, was die Gäste zu zwei Toren von Jari Neugebauer und Austin Albrecht binnen 35 Sekunden nutzten.

Auch im letzten Abschnitt gab es gute Chancen für Rosenheim, ehe ein leichtfertiger Scheibenverlust für eine Strafe sorgte und Höchstadt im Powerplay vom in dieser Situation schwachen Rosenheimer Abwehrverhalten profitierte. Jannik Herm verkürzte und sorgte so für einige Sekunden Schnappatmung. Dann traf Höller und alles war wieder gut.

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Höchstadter EC 5:3 (2:0, 2:2, 1:1). Starbulls: Kolarz (Fiedler) – Draxinger, Kolb; Krumpe, Vollmayer; Tölzer, Reinig; Biberger – Slezak, Brandl, Snetsinger; Cornett, Leinweber, Schmidpeter; Edfelder, Daxlberger, Höller; Beck.

Tore: 1:0 (6.) Leinweber/Krumpe, Schmidpeter, 2:0 (16.) Schmidpeter/Cornett, Vollmayer, 3:0 (22.) Edfelder/Höller, Daxlberger, 4:0 (26.) Höller/Edfelder, 4:1 37.) Neugebauer/Vojcak, Seewald – PP1, 4:2 (38.) Albrecht/Fardoe, Guft-Sokolov, 4:3 (57.) Herm/Albrecht, Vojcak – PP1, 5:3 (59.) Höller/Daxlberger, Edfelder.

Schiedsrichter: Erdle und Flad; Strafminuten: Rosenheim 8, Höchstadt 2; Zuschauer: 1490.

Snetsinger ist deutscher Staatsbürger

Zwei Spiele hat Starbulls-Neuzugang Brad Snetsinger noch als Kontingentspieler bestritten, in der gestrigen Partie gegen Höchstadt agierte der Angreifer bereits als Deutscher. Bei der Vorstellung der Starting-Six wurde den Fans diese Überraschung präsentiert. Am Freitag früh konnte sich der ehemalige Kanadier seine Papiere bei der Stadtverwaltung abholen – und die Starbulls können sich nun ganz intensiv der Suche nach einem zweiten Kontingentspieler neben Curtis Leinweber widmen. „Wir haben uns schon umgesehen und können hoffentlich bald eine Entscheidung treffen“, so Starbulls-Trainer John Sicinski.

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